und sind besonders dieGespinnste von Peltzer & fils sowie Hauzeur
Gerard fils in Verviers rühmend zu erwähnen.
Oesterreich. Die österreichische Ausstellung zeichnete sich von
den bisher erwähnten auf das Vortheilhafteste durch die Feinheit und
Reichhaltigkeit des Gebotenen aus. Neben der grossen Vollständigkeit
der ausgestellten Gegenstände ist deren Güte in hohem Maasse
anzuerkennen.
Die österreichischen Waaren zeigten durchweg ein vorzügliches
Rohmaterial und sorgfältige Arbeit und bekundeten wesentliche Fortschritte
seit den letzten Ausstellungen. Allerdings lässt sich bei der
grossen Reichhaltigkeit der Sortimente und den hauptsächlich darin
enthaltenen feineren Artikeln die Vermuthung nicht unterdrücken, dass
ein Theil der Waaren, die im gewöhnlichen Handelsverkehre nicht angetroffen
werden, eigens für die Ausstellung angefertigt worden sind.
Jedoch auch die marktgängigen Artikel verdienen alles Lob.
Die grossen Fortschritte in der Wollenindustrie Oesterreichs zeigen
sich sowohl bei den glatten und geköperten Tuchwaaren, als auch
bei den Modestoffen.
Die österreichischen Tuche zeichnen sich durch einen gehaltvollen
Körper, durch sorgfältige, sanfte, geschmeidige Appretur, glatte Oberfläche
und durch lebhafte Farben aus. Die glänzende Appretur, wie
sie für den Export beliebt ist, wie namentlich die matte sanfte Appretur
waren durchgängig als vollständig gelungen zu bezeichnen.
Die Tuche hatten ein lederartiges und dennoch durch die Appretur
herbeigeführtes weiches geschmeidiges Gefühl, dieses gilt sowohl von
den wirklichen kräftigen Tuchen, wie Brünn sie liefert, als auch von
den leichteren Croisewaaren, wie sie in vollendetster Schönheit in
Reichenberg fabricirt werden.
Diese Vorzüge sind wohl hauptsächlich dadurch hervorgerufen,
dass die Tuchfabrikanten sich fast ausschliesslich der seidenartigen und
kurzstapeligen schlesisch-mährischen und hochfeinen ungarischen Wollen
bedienen, die in ausgiebiger Fülle im Lande vorhanden sind, die althergebrachte
Veredelung beibehalten haben und ein ausserordentlich
zartes, seidenartiges Gespinnst, bei der Verarbeitung ein feines, kurzstapeliges
Tuch liefern.
Die Modewaarenartikel zeigen einen verhältnissmässig noch grösseren
Fortschritt.
In demselben kennzeichnet sich eine eigene Geschmacksrichtung,
die sich nicht darauf beschränkt, französische oder englische Muster