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Full text: Graphische Künste, Wiener Weltausstellung Heft 6

Zweite Section. 
Graveur- und Guillocliirkunst. Xylographie. 
Die Schriftgiesserei und die Stempelschneiderei. — Graveur- und Medailleur- 
kunst. — Xylographie. — Der xylographische Buntdruck. — Die Zinko 
graphie. 
A. Schriftgiesserei- und Graveur arbeiten 1 ). 
Die Schriftgiesserei, mit welcher wir uns in diesem Abschnitt 
vorzugsweise zu beschäftigen haben werden, während die Graveur arbei 
ten zum Theil und die Xylographie fast ganz in der XXV. Gruppe 
Platz genommen hatten, existirte in der Terminologie der Generaldireetion 
nicht. Die Herren Schriftgiesser müssen es sich deshalb gefallen lassen, 
ihr Geschäft hier als Unterabtheilung der Graveur- und Guillochirkunst 
figuriren zu sehen. 
Von eigentlichen Neuerungen in der Schriftgiesserei und Stempel 
schneiderei seit 1867 war nicht die Rede, doch zeigte sich ein stetiges 
Bemühen, Verbesserungen einzuführen. Die schwächste Seite des deut 
schen Buchdruckereigeschäfts ist der vollständige Mangel eines einheit 
lichen Systems hinsichtlich Kegel und Höhe der Schriften; wir können 
nicht sagen: so viele Städte, so viele Systeme, ja knapp: so viele Drucke 
reien, so viele Systeme, denn mitunter ist nicht einmal ein solches durch 
eine Druckerei durchgeführt. Die Nachtheile dieser Systemlosigkeit 
für den Geschäftsbetrieb sind so mannigfach, zum Theil so einschneidend, 
dass eine Abänderung dringend nothwendig, jedoch allerdings ebenso 
i) Wir bemerken, dass von der Bildung einer besonderen Sectionsjury 
für diese Abtheilung Abstand genommen wurde. Die Beurtheilung der Ge 
genstände der Schriftgiesserei und der Xylographie wurde der Separatjury 
der I. Section überlassen, während die Erzeugnisse der Graveurkunst, so 
weit sie der XII. Gruppe angehörten, der Jury der IV. Section überwiesen 
wurden. Um jedoch an einem Orte eine einigermaassen zusammenhängende 
Uebersicht zu haben, vervollständigten wir unseren Bericht, was Graveur- und 
Guillochirarbeiten betrifft, durch die Berichte des Herrn Prof. Dr. Ed. 
Herdtle in Stuttgart und des Herrn J. Schwerdtner in Wien.
	        
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