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Gruppe XII. Graphische Künste.
manche Institute überhaupt nicht ausstellen mögen, jedoch nicht, dass
man durch eine Ausstellung sich selbst unnöthigerweise verkleinert.
In Emailleurai'beiten excellirte Russland, wozu die Farbenpracht
des byzantinischen Stils sehr beiträgt.
Die Sehriftgiesser Englands und Amerikas hatten nur Probebücher
gesandt, die das über die Schriftgiesserei beider Länder Eingangs
Gesagte vollständig bestätigen. Das Musterbuch von George Bruce
Son & Co. in Newyork zeigte neben einer grossen Zahl vortrefflicher
Brotschriften auch einen grossen Reiehthum an Vignetten, Accidenzen und
Schreibschriften, namentlich waren letztere in fast überwältigender Menge
vorhanden, manche darunter von grosser Schönheit; alle, auch die dem
deutschen Geschmack weniger zusagenden, zeichnen sich durch die
grosse Sauberkeit und Correctheit aus. Eine vorzügliche galvanoplastische
Arbeit war von Schniedewend, Lee & Co. in Chicago ausgestellt.
Einen Gegensatz zu der grossen Mannigfaltigkeit der Proben von
Bruce bilden die englischen Proben von Reed & Fox (früher-R. Besley
& Co.) in London und von Stephenson, Blake & Co. in Sheffield
und London, welche hauptsächlich nur gediegene Brotschriften in
schönster Ausstattung aufzuweisen hatten, darunter die stark vertretene
Mediäval-Anticjua; zur Abwechselung kamen allenfalls einige gothische
Titelschriften vor und einige Mediäval-Vignetten haixptsächlich in Schrotmanier.
Als Graveure leisteten A. B. & J. S. W y o n in London ganz
Vorzügliches. Interessant waren die von ihnen ausgestellten grossen
Staatssiegel von England und Canada, die Siegel des Prinzen von Wales,
stehen unübertroffen da. Neben ihnen zeigten G. Adams und G. Morgan
Verdienstliches. In Emailleurarbeiten ragten Elkington & Coin
Birmingham hervor.
B. Xylographie und Hochätzung.
Wenn es auch etwas für sich haben mag, dass die Werke der Kupferstecherkunst
fast ausschliesslich in der Kunsthalle Platz gesucht hatten,
so scheint uns dieselbe Placirung für den Holzschnitt in keinem Falle
geeignet. Nicht als ob wir dem Holzschneider nicht unter Umständen
gern den Platz unter den selbstständigen Künstlern einräumen möchten;
der Holzschnitt ist jedoch so innig mit dem Buchdruck verwachsen,
seine Vorzüge gelangen erst in Verbindung mit diesem zur vollen Geltung
und der Holzschnitt als selbstständiges Kunstproduct kommt nur
so ganz ausnahmsweise zur Verbreitung, dass die Xylographie und die
Typographie nicht von einander hätten getrennt werden sollen, um so