702 Gruppe XII Graphische Künste.
Hochdruck auf der Buchdruckerpresse hergestellt waren. Die Genannten
st PanteD 1 ’ g t renntUndJederfÜr sicb übt ® das Verfahren, welches
sie Pantatypie nannten, von welchen Herr E. Gabler recht gute Proben
sitz de! V ° rg6legt hatte - Gabler’s Institut ist seitdem in den Be-
des rühmlich bekannten Verlegers und Buchdruckers G. Wester-
mann in Baunschweig übergegangen.
Otto Below in Berlin lieferte ebenfalls gute Hochätzungen in
l! r7l , T“ gen m Linie “ ier > namentlich waren jedoch
seine Unterdrucksplatten und Guillochenmuster für Wechsel und der-
g eic en se r rauchbar. Bei dieser Gelegenheit möchten wir ein Ver-
• M n v ° mProfessorR -Gottgetreu und dem Maler W. Lichtenheld
n München wenigstens erwähnen, welches sie Krystallotypie nennen
T g V0D unnac hahmlichen Untergrundsplatten für
Werthpapiere empfehlen. Den Augen waren die Proben in der Aus-
der Zeh "T. 5 jed ° Ch SCl1011 fl ' Üher au ^estellt gewesen, seit
zuneh J doch yon dem Verfahren nichts verlautete, so ist wohl an-
unehmen, dass diese Erfindung sich vorläufig für die Praxis nicht eignet.
gc h T °T errei0h ’ WelC \ eS biS j6tZt nicM daS gelobte Land des Holz
schnittes gewesen war, hat für die Herstellung von Xylographien in
bisietzt rU ° r TT / er MlUiaturen mit religiösem Vorwurf, einen
bis jetzt unübertroffenen Künstler, H einr. K n ö f 1 er in Wien, aufzuweisen.
f 6 Initlale ’ Mlnlft turen und grösseren Bilder zu dem von H. Re iss
herausgegebenen Missale und anderen ähnlichen Werken sind wahre
Cabinetsstucke, die sich durch die Harmonie und Reinheit der Farben
und die Genauigkeit und Feinheit des Schnittes in hohem Grade aus-
zeichnen. Ebenfalls vortreffliche Arbeiten stellten Paar & Biber
hofer aus, darunter ein höchst interessantes Portrait nach van Eyck
aus der Belvedere-Galerie, in 12 Platten gedruckt, ein wahrhaftes
Kunstwerk, welches nicht weniger als drei Mal ausgestellt war F W
Bader in Wien, ein tüchtiger Künstler, welcher uns auch mit den
grossen Ansichten von Wien und der Ausstellung aus der Vogelperspec
tive beschenkte, hatte sich, sowie auch der Wiener Xylographen-
verein in die Kunsthalle placirt, gehört demnach der XXV. Gruppe,
r erd. Froning stellte gut ausgeführte anatomische Holzschnitte für
den Braumuller’ sehen Verlag aus und Adalb. Switiroch verschie
dene Xylographien und Photoxylographien. Im Fache der Zinkographie
zeichneten sich namentlich Anger er & G ös chl in Wien aus, die sowohl
i m Hatten als die Abdrücke auslegten. Diese Art der Illustration hat
noch das Loos, hauptsächlich den „Floh“,'den „Kikeriki“ undConsorten
schmücken helfen zu müssen.
Die aus der Schweiz ausgestellten Holzschnitte erhoben sich nicht
über das gewöhnliche Niveau.