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Full text: Maschinenwesen und Transportmittel, Wiener Weltausstellung Heft 8

Section II. a. Werkzeugmaschinen. 
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einen concentrisch spannenden federnden Hohlkegel bewirkt. DieLeit- 
spindel liegt zwischen den Wangen und ist auf ihrer ganzen Lange 
durch eine Rinne unterstützt, daher vor jeder Verbiegung geschützt. 
Die Spindel ist von gehärtetem Stahl und in Schalen von demselben 
Material gelagert, auf der Seite des Arbeitstückes mit eylindrischem, 
auf der äusseren Seite mit kegelförmigem Zapfen; die Verschiebung in 
der Achsenrichtung wird durch zwei Platten von gehärtetem Stahl 
verhindert, zwischen denen ein Bundring der Spindel läuft. Dieaus 
gestellte Bank hatte Rädervorgelege und fünf Stufenscheiben daher 
15 Geschwindigkeiten, die eine regelmässig abgestufte Reihe bildeten. 
Die selbstthätige Zuschiebung des Supportes wird von der Spindel mittelst 
eigenthümlicher Frictionsscheiben abgeleitet, welche eine stetige Ab 
änderung desüebersetzungsverhältnisses gestatten; die treibende Schei e 
wird von den beiden getriebenen mittelst Federdruck umfasst, so dass 
diese Scheiben mit ihren ebenen Seitenflächen arbeiten. Die Bank ha 
Vorgelege mit offenem und gekreuztem Riemen, kann daher (und zwar 
mit grösserer Geschwindigkeit) rückwärts getrieben werden. 
Die von Seilers ausgeführten Leitspindel-Drehbanke bewegen 
sich in folgenden Grenzen: 
Spitzenhöhe über Spitzenhöhe über 
dem Bett der Supportplatte 
mm mm 
152 127 
915 720 
Spitzenweite im Maximum 
in 
0-743 
4 ' 580 
Die Zahl der nach der Spitzenhöhe abstufenden Modelle beträgt 10. 
An den Drehbänken der Pr att & Whitney C o. in Hartford, Connec 
ticut, fand sich eine nachahmenswerthe Detaileinrichtung des Supportes, 
welche dem Dreher die schnelle und präcise Einstellung der Stahlspitze in 
verticaler Richtung gestattet und hierbei alle zeitraubenden Nothbehelfe 
wie Unterlagen von Blech und dergleichen, entbehrlich macht. Fig. 46 
(a f S) giebt eine Darstellung dieser Einrichtung. Das eigentliche 
Stichelhaus « ist auf einer Brücke h zu befestigen welche mittelst der 
Stahlzapfen c auf dem obersten Supportschieber drehbar ist und der 
Lage übrigens mittelst der Flügelschraube d im verticalen Sinne ver 
ändert werden kann; das freie Ende dieser Brücke ist gegen seitliche 
Ausweichungen durch eine Gabelführung e geschützt; ein Gewicht r 
verhindert die Abhebung der Brücke b. , . 
Imitationen dieser Drehbänke fanden sich mehrfach vor o 
Ludwig Löwe & Co. in Berlin und bei T. Munktell in Eskilstuna 
(Schweden). 1 
Abstand der 
Querstege im Bett 
mm 
254 
790 
Bettlänge 
m 
1-334 
7-642
	        
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