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Sectioii II. a. Werkzeugmaschinen.
übergreifendem Rand auf der Drehscheibe 1); dieselbe ist nach der Rich
tung eines Durchmessers getheilt und auf der Werkbank c festgeschraubt;
ein schlanker Keil d füllt den für die Zusammensetzung erforderlichen
Zwischenraum. Der bewegliche Backen a 2 bildet ein Stück mit dem
hohlen Prisma e, welches in a\ seine Führung findet und die zur Fest
spannung erforderlichen Mechanismen enthält. Zu diesen gehört der
Kniehebel fg, welcher einerseits auf den gezahnten Schuh h, andererseits
auf den im Prisma e festen Steg i wirkt; eine Schraubenfeder k erhält
in leicht ersichtlicher Art die Berührung dieser Theile. Die Zahnung
des Schuhes Ä correspondirt mit derjenigen einer in aj festliegenden ge
zahnten Stange 1; die Schliessung des Kniehebels erfolgt erst dann, wenn
durch Verschiebung von e in a 2 beide Backen das Arbeitstück m berühren,
und zwar durch eine Drehung des Handhebels n aus der horizontalen
in die verticale Position; die Drehungszapfen dieses Handhebels sind
in « 2 gelagert; vermittelst eines umgelegten Stahlbandes o wird eine
angemessene Reibung erzeugt; an dem Zapfen p dieses Handhebels ist
die Stange p q drehbar angeschlossen, deren dicker auslaufendes Ende q
bei der angegebenen Niederbewegung des Handhebels den Schuh ll auf
die Zahnstange l aufdrückt, den Kniehebel fg schliesst, demnach einen
starken Druck auf den Steg i im Sinne der Schliessung der beiden
Backen veranlasst, vermöge dessen die Festhaltuug des Arbeitstückes
zu Stande kommt; gleichzeitig wird durch die Zahnstange l ein ent
sprechender Druck zwischen «! und Drehscheibe b in entgegengesetzter
Richtung veranlasst, welcher die bisher vorhandene Drehbarkeit des
Schraubstockes auf b aufhebt. Sobald man den Handhebel n wieder
horizontal stellt, kann sich der Kniehebel unter Einwirkung der Feder k
wieder öffnen und es wird zuletzt durch Einwirkung eines Stiftes r
auf den kleinen Hebel st der Schuh h vollständig von der Zahnstange 1
abgehoben, so dass bei der Verschiebung von a- 2 gegen a 1 nicht die
Zähne dieser Theile auf einander gleiten. Der am Ende des Prisma e
eingeschraubte Stift u verhindert, dass etwa e ganz aus ffl, herausgezogen
werden könnte. Die Zahl der beweglichen Stücke ist bei diesem Appa
rat zwar doppelt so gross wie bei dem gewöhnlichen Schraubstock —
dieser Umstand wird vielleicht die allgemeinere Verbreitung desselben
verzögern —, aber die erzielte Handhabung beim Gebrauch ist von
einer überraschenden Einfachheit.
An einem anderen bereits bekannten amerikanischen Schraubstock,
dem von Stephens, fand sich eine bemerkenswerthe Hilfsvorrichtung
für das Einspannen keilförmiger Arbeitstücke; die perspectivische
Skizze (Fig. 50 a. f. S.) zeigt dieselbe. Vor den beweglichen Backen
a 2 wird ein unten gegabeltes Ililfsstück b aufgesetzt und mit Klemm
schrauben befestigt; auf der dem festen Backen a l zugekehrten Seite
ist dieses Ililfsstück kreiscylindrisch ausgeschnitten; ein stählernes
Cylindersegment C ist hier eingepasst und mittelst Nuth- und Feder-