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Full text: Maschinenwesen und Transportmittel, Wiener Weltausstellung Heft 8

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Sectioii II. a. Werkzeugmaschinen. 
übergreifendem Rand auf der Drehscheibe 1); dieselbe ist nach der Rich 
tung eines Durchmessers getheilt und auf der Werkbank c festgeschraubt; 
ein schlanker Keil d füllt den für die Zusammensetzung erforderlichen 
Zwischenraum. Der bewegliche Backen a 2 bildet ein Stück mit dem 
hohlen Prisma e, welches in a\ seine Führung findet und die zur Fest 
spannung erforderlichen Mechanismen enthält. Zu diesen gehört der 
Kniehebel fg, welcher einerseits auf den gezahnten Schuh h, andererseits 
auf den im Prisma e festen Steg i wirkt; eine Schraubenfeder k erhält 
in leicht ersichtlicher Art die Berührung dieser Theile. Die Zahnung 
des Schuhes Ä correspondirt mit derjenigen einer in aj festliegenden ge 
zahnten Stange 1; die Schliessung des Kniehebels erfolgt erst dann, wenn 
durch Verschiebung von e in a 2 beide Backen das Arbeitstück m berühren, 
und zwar durch eine Drehung des Handhebels n aus der horizontalen 
in die verticale Position; die Drehungszapfen dieses Handhebels sind 
in « 2 gelagert; vermittelst eines umgelegten Stahlbandes o wird eine 
angemessene Reibung erzeugt; an dem Zapfen p dieses Handhebels ist 
die Stange p q drehbar angeschlossen, deren dicker auslaufendes Ende q 
bei der angegebenen Niederbewegung des Handhebels den Schuh ll auf 
die Zahnstange l aufdrückt, den Kniehebel fg schliesst, demnach einen 
starken Druck auf den Steg i im Sinne der Schliessung der beiden 
Backen veranlasst, vermöge dessen die Festhaltuug des Arbeitstückes 
zu Stande kommt; gleichzeitig wird durch die Zahnstange l ein ent 
sprechender Druck zwischen «! und Drehscheibe b in entgegengesetzter 
Richtung veranlasst, welcher die bisher vorhandene Drehbarkeit des 
Schraubstockes auf b aufhebt. Sobald man den Handhebel n wieder 
horizontal stellt, kann sich der Kniehebel unter Einwirkung der Feder k 
wieder öffnen und es wird zuletzt durch Einwirkung eines Stiftes r 
auf den kleinen Hebel st der Schuh h vollständig von der Zahnstange 1 
abgehoben, so dass bei der Verschiebung von a- 2 gegen a 1 nicht die 
Zähne dieser Theile auf einander gleiten. Der am Ende des Prisma e 
eingeschraubte Stift u verhindert, dass etwa e ganz aus ffl, herausgezogen 
werden könnte. Die Zahl der beweglichen Stücke ist bei diesem Appa 
rat zwar doppelt so gross wie bei dem gewöhnlichen Schraubstock — 
dieser Umstand wird vielleicht die allgemeinere Verbreitung desselben 
verzögern —, aber die erzielte Handhabung beim Gebrauch ist von 
einer überraschenden Einfachheit. 
An einem anderen bereits bekannten amerikanischen Schraubstock, 
dem von Stephens, fand sich eine bemerkenswerthe Hilfsvorrichtung 
für das Einspannen keilförmiger Arbeitstücke; die perspectivische 
Skizze (Fig. 50 a. f. S.) zeigt dieselbe. Vor den beweglichen Backen 
a 2 wird ein unten gegabeltes Ililfsstück b aufgesetzt und mit Klemm 
schrauben befestigt; auf der dem festen Backen a l zugekehrten Seite 
ist dieses Ililfsstück kreiscylindrisch ausgeschnitten; ein stählernes 
Cylindersegment C ist hier eingepasst und mittelst Nuth- und Feder-
	        
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