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Section II. a. Werkzeugmaschinen.
stellers angebrachter Hilfsapparat zum schnellen Auf- und Abschrau
ben der Muttern bleiben. Derselbe ist in nebenstehender Skizze dar
gestellt: Zwei Backen bb, auf dem prismatischen Hebel c mittelst
links- und rechtsgängiger Schraube d verstellbar, fassen die Mutter a
Fig. 54.
zwischen sich und verhindern ihre Drehung, während man die Spindel e
in erforderlichem Sinne umlaufen lässt; während der Arbeit wird Hebele
um Scharnier f nach oben geklappt, indem man das hakenförmige Ende
des Drahts g an einem Gestellstift anhängt.
Die Zimmer mann’sehe Maschine zum Hobeln der Badzähne an
Kegelrädern, welche wie 1867 in Paris auch in Wien ausgestellt war,
hat die Erwartung auf allgemeinere Verbreitung nicht erfüllt. Das
Problem dieser Maschine fand sich in einer neuen Gestalt gelöst durch
die Kegelräder-Hobelmaschine der Maschinen- und Gasappa-
ratenfabrik von L. A. Rieding er in Augsburg, die als eine in con-
structiver Beziehung hervorragende Leistung bezeichnet werden muss.
Sie ist compendiöser, als die Zimmermann’sehe Maschine, auch von
doppelter Leistungsfähigkeit, da bei ihr zwei Hobelstähle gleichzeitig
arbeiten. Dagegen war sie zur Zeit der Ausstellung noch nicht zur
Herstellung von Stirnrädern geeignet. Charakteristisch ist für diese
neue Maschine, dass die beiden Supports der Hobelzähne auf zwei pris
matischen Wangen gleiten, deren Achsen der Erzeugungsgeraden der
herzustellenden allgemeinen Kegelfläche immer parallel bleiben, indem
sie am einen Ende (durch Vermittelung zweier zu einander senkrech
ten Achsen) allseitig drehbar unterstützt, am anderen Ende in einer das
vergrösserte Zahnprofil darstellenden Nuth geführt wird. Das zu be
arbeitende Rad wird in gewöhnlicher Art an einem Spindelstock auf
Bolzen festgespannt, bei grösserem Durchmesser unter Benutzung einer
Planscheibe. Die der Theilung entsprechende schrittweise Drehung