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Full text: Maschinenwesen und Transportmittel, Wiener Weltausstellung Heft 8

132 Gruppe XIII. Maschinenwesen u. Transportmittel. 
mechanischem Wege, an dem sich schon viele ausgezeichnete Mechani 
ker versucht haben, in einer Weise gelöst wurde, die in der That 
nichts mehr zu wiinchen übrig lässt.“ 
Die Jury erkannte der Firma Seyss & Co. ein Ehrendiplom zu 
„für Erfindung und vorzügliche Ausführung einer leistungsfähigen 
Münzplattensortirmaschine “. 
II. Holzbearbeitungsmaschinen. 
1. Sagemaschinen. 
Gattersägen von mehrerlei zumeist bekannten Constructionen 
waren in der englischen, schwedischen, deutschen und österreichischen 
Abtheilung zahlreich vertreten, im grössten Maassstab in der letzteren. 
Durch die österreichischen Maschinenfabrikanten (Georg Topham in 
Wien, Karl Pfaff in Ottakring, Prager Maschinenbau-Actien- 
gesellschaft, Peter Steffens in Goldenkron und Andere) ist die Aus 
bildung eines eigenen Typus grosser Bundgatter erfolgt, der sich durch fol 
gende Eigenthümlichkeiten charakterisirt: Eiserner Gatterrahmen aus 
starken schmiedeisernen Schenkeln und stählernen Querblechen zusam 
mengenietet; Führung des Gatters in starken, gusseisernen Ständern, 
welche in dem unteren bockförmigen Theil die Gatterwelllager angegossen 
enthalten; Antriebscheiben zwischen den beiden Lagern, Kurbelscheiben 
ausserhalb derselben; schmiedeiserne Kurbelstangen ausserhalb der 
Ständer, das Gatter in der Mitte seiner Länge (Pfaff) oder nahe dem 
oberen Ende (Topham) fassend. Zuschiebung des Blockes mittelst 
zweier Paare Riffelwalzen, welche sämmtlich von einer Frictionsschaltung 
aus rotirende Bewegung erhalten; die unteren zwei Walzen liegen in 
festen Lagern, die oberen sind in Verticalschlitzen geführt und werden 
durch Gewichtshebel, welche an glattrandigen Scheiben in passender 
Lage festzuklemmen sind, unter Zwischenwirkung einer Radüber 
setzung, sowie zweier Getriebe und zweier Zahnstangen gegen den 
Klotz gepresst. Zu Anfang und am Ende des Schnittes liegt der Klotz 
mit einem Ende auf einem von zwei kurzen vierrädrigen Klotzwagen 
auf, welche in Schienengleisen gehen; dieselben sollen den Klotz nur 
gegen etwaige Verdrehungen oder Verschiebungen schützen, welche in 
Folge der unregelmässigen Aussenseite eintreten könnten; daher 
Befestigung des Blockes mittelst drehbarer Schraubzangen. Die beiden 
Klotzwagen werden in solcher Art benutzt, dass Klotz auf Klotz ohne 
Unterbrechung, d. h. ohne Stillstand des Gatters, eingeschoben wird. 
Eine neue und elegante Anordnung des Bundgatters fand sich bei 
Gebr. Schmaltz in Offenbach: Führung des Gatters auf der Mitte
	        
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