Section II. a. Werkzeugmaschinen.
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der hierdurch bereits abgetheilteu Latten mit angemessener Geschwindig
keit heranrückte. . ,
Gehrungsschneidemaschinen von einfach-zweckmassiger Anord
nung waren" bei den englischen Ausstellern mehrfach zu finden (so
bei Ransome & Co., Patent Shute).
Ebenso (bei Ch. Powis & Co.) Maschinen zum Ansetzen der
Zapfen an den Enden der Radspeichen und zur Herstellung der Locher
in den Naben.
' Die bekannte Firma Combe & Co. in Belfast hatte neben ihren
schönen Flachsspinnereimaschinen eine Drehbank und Riffeimaschine
zur Bearbeitung der Oberwalzen der Streckwerke expomrt.
E Boetius in Stockholm zeigte einen vielbewunderten Satz von
Maschinen zum Schneiden des Korkes, bei denen die Anwendung kreis
runder scharfer Messer und die ununterbrochene Schleifung derselben
mittelst rotirender Lederscheiben charakteristisch war. Die drei ersten
Maschinen bildeten vielseitig prismatische Korkstücken, aus welchen
die vierte — mit geradem Messer arbeitende — die kreis- oder ova -
runden Stöpsel herausschnitt. ,
Die Firma Baxter D. Whitney, Winchendon, Massachu
setts, hatte einen Satz von Maschinen zur Fabrikation hölzerner
Eimer ausgestellt, ans folgenden Einzelmaschmen bestehend: 1. Eine
Cylindereiige, deren Blatt aus einem von Eisenblech gelotheten und
genieteten, vorn mit Stahlblech armirten Hohlcylinder bestand, ver
wandelte die auf einem Schlitten entgegengeführten Klotze in Dauben.
2. Eine kleine Kreissäge gab den beiden schmalen Seitenflächen dieser
Dauben die der Conicität der Eimer entsprechende Form, o Eine
doppelte Kreissäge schnitt die Endflächen und brachte so die Dauben
auf die erforderliche Länge, wobei das Arbeitstück auf einem schwin
genden Cylindersector festgedrückt lag. 4. Eine kleine zweispindelige
Fräsmaschine erzeugte auf der einen Seite jeder Daube eineNuth, au er
anderen eine Feder. Nachdem hierauf die zu einem Eimer erforder
lichen Dauben innerhalb eines eisernen Ringes zu einem Hohlkege
zusammengefügt waren, erfolgte
auf einer kleinen Drehbank das
Abdrehen und Schlichten der Aussenseite und sodann das Aufziehen
der erforderlichen (messingenen) Reifen. 6. Eine folgende Drehbank
gestattete das Ausdrehen der Innenseite, das Eindrehen der zur Auf
nahme desBodens dienenden Nuthund das Verbrechen der inneren Rän
der unter Benutzung eines kleinen Falzhobels. 7. Auf einer dritten
Drehbank wurde der Boden des Eimers gedreht, worauf das Einsetzen
desselben, das Festziehen der Reifen und die Anfügung des aus Messing
draht gebogenen Bügels folgte. Die so erzeugten Eimer waren von
tadelloser Ausführung und sehr elegantem Aussehen.
Vieles Aufsehen erregte die in der amerikanischen Abtheilung
der-Maschinenhalle ausgestellte Maschine zur Herstellung einer neuen