Section II. a. Werkzeugmaschinen. 149
das Pressen einer Muffe geschehen soll. Ein eingelegter schmiedeiserner
Ring /, der zu leichterer Ablösung des Kranzes von dem Thon mit
einem Streifen englischen Leders versehen ist, verhütet an dieser Stelle
die durch die starke Reibung des Thones unvermeidliche starke Ab
nutzung des Kranzes, dessen grösster Durchmesser der lichten Weite
der anzupressenden Muffe entspricht. Zwei auf der unteren Seite des
Fig. 68.
Holzkranzes e eingelegte Rundeisenstäbe g gestatten ein bequemes An-
fuCClPTl n pOCpl hfiTl
An der Mundstückplatte A und aus einem Stück mit derselben
begossen sitzen 12 dünne gusseiserne Stege li, h, welche sich mit einer
ebenfalls angegossenen schwachen gusseisernen Platte * vereinigen.
Der zwischen A und i enthaltene ringförmige Raum ist vollständig
mit Gyps ausgefüllt, welcher in breiartiger Consistenz eingetragen, mit
telst einer Schablone nach der gewünschten Form abgestrichen wird.
Die Innenfläche dieses Gypskranzes entspricht der äusseren Gestalt der
anzupressenden Muffe. Ein umgelegter Bandeisenring k verhindert
dass nicht der Gyps durch den Seitendruck des Thones hinausgepresst
werde Das Verfahren bei der Fabrikation ist nun Folgendes:
Der Holzkranz e wird an d angesetzt, der Presstisch c bis zu
voller Berührung heraufgeführt und in dieser Lage arretirt. W ird nun
die mit Thon gehörig beschickte Presse in Thätigkeit gesetzt, so wir
derselbe bald den unteren ringförmigen der Muffe entsprechenden
Hohlraum ausfüllen und bis zur Tischplatte Vordringen. Die Presse
wird jetzt in Stillstand versetzt, der Tische' ein Stück abwärts geführt,
die Muffe mittelst eines unter e hinbewegten Drahtes gerade gesc ni -
ten und nunmehr der Kranz e herausgenommen. Man setzt auf den
Presstisch einen runden Holzteller von solcher Dicke, dass der untere
Rand der Muffe, wenn der Tisch wieder angestellt ist, frei steht und
nicht gestaucht wird. Setzt man nun die Presse wieder in Gang, so