Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Maschinenwesen und Transportmittel, Wiener Weltausstellung Heft 8

165

Section  II.  b.  Maschinen  für  Faserstoff-Industrie.
fachung  gegen  die  gewöhnlichen  Constructionen,  als  zur  Bewegung  der
einzelnen  Walzen  anstatt  der  gebräuchlichen  Stirnräder  das  bekannte
Mehrkurbelsystein  angewandt  ist.  Die  sechs  unteren  Riffelwalzen
sind  nämlich  mit  ebenso  vielen  gleich  langen  parallel  gestellten  Kurbeln
versehen,  deren  Zapfen  sämmtlich  in  einer  geraden  Schiene  ihre  Lager
finden.  Von  beiden  Enden  dieser  Schiene  ausgehende  Arme  vereinigen
sich  unterhalb  gleichfalls  zu  einem  Lager,  welches  die  Warze  einer
Betriebskurbel  von  gleicher  Länge  und  Stellung  mit  den  Kurbeln  der
Riffelwalzen  umfasst.  Durch  diese  einfache  Bewegungsvorrichtung  hat
der  Aussteller  die  grosse  Anzahl  der  an  bisherigen  Maschinen  nöthigen
Räder  in  hübscher  Weise  vermieden.
Eine  Maschine  der  unter  b.  genannten  Kategorie  befand  sich  in  der
italienischen  Abtheilung.  Sie  besteht  im  Wesentlichen  aus  einem  mit
vier  geriffelten  Walzen  garnirten  Rade,  welches  bei  seiner  Rotation
die  Walzen  über  cannelirten,  concentrisch  zum  Rade  befindlichen  und
federnd  unterstützten  Platten  hinwegführt.  Der  auf  diesen  Platten
befindliche  Flachs  wird  durch  die  Einwirkung  der  Riffelwalzen  geknickt.
Auch  diese  Constniction  dürfte  der  Vorwurf  treffen,  dass  die  Entfernung
der  Riffeln  von  einander  bei  allen  Walzen  dieselbe  sein  muss,  die  Stengel
daher  nicht  in  so  vielen  Punkten  geknickt  werden  können,  wie  bei
allmählich  enger  werdender  Riffelung.
Zu  der  unter  c.  angegebenen  Gattung  gehören  die  in  der  amerikanischen ­
  Abtheilung  von  Dr.  Collyer  und  in  der  österreichischen
landwirthschaftlichen  Maschinenhalle  von  Luft  ausgestellte  Brechmaschine. ­
  Die  erstere  nur  für  Flachs  bestimmte  ist  eine  Handmaschine
und  besteht  aus  einer  in  festen  Lagern  ruhenden  geriffelten  Walze,
welcher  von  einer  Kurbelwelle  aus  durch  Rad  und  Getriebe  eine  gleichmassige
  rotirende  Bewegung  ertheilt  wird.  Oberhalb  dieser  Walze  sind
zwei  kleinere  gleichfalls  geriffelte  Walzen  in  einem  Gestell  so  gelagert,
dass  sie  bei  der  Drehung  der  unteren  Hauptwalze  vermöge  der  in  einander ­
  greifenden  Riffeln  wie  Zahnräder  ebenfalls  gedreht  werden.  Das
Gestell?  in  welchem  die  kleineren  Walzen  angebracht  sind,  besteht  aus
zwei  Seitenschilden,  die  lose  drehbar  auf  die  Achse  der  unteren  Hauptwalze ­
  gesteckt  sind,  und  werden  die  nach  unterhalb  dieser  Achse  hin
verlängerten  Schilde  durch  einen  Querbolzen  verbunden,  welcher  durch
eine  Kurbel  in  hin-  und  hergehende  Bewegung  versetzt  wird.  Letztgedachte ­
  Kurbel  wird  durch  ein  Räderpaar  von  der  Handkurbelwelle
aus  bewegt.  In  Folge  dieser  Anordnung  empfangen  die  beiden  Brechwalzen ­
  ausser  der  ihnen  durch  die  Unterwalze  mitgetheilten  gleichmässigen
  Rotation  noch  durch  ihren  schwingenden  Lagerrahmen  eine
hin-  und  hergehende  Bewegung  auf  dem  Umfange  der  Unterwalze.
Hierdurch  wird,  wie  eine  nähere  Betrachtung  des  stattfindenden  Vorgangs ­
  ergiebt,  erreicht,  dass  jedeBrechwalze  dieselbe  Faserpartie  zwischen
sich  und  der  Hauptwalze  wiederholt  ihrer  Wirkung  unterzieht,  und  es
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.