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Gruppe XIII. Maschinenwesen u. Transportmittel.
Die Dampfmaschine ist heute vorzugsweise liegende Maschine ’),
und in den allermeisten Fällen Condensationsmaschine. Aber statt der
früher so beliebten Grundplatte begegnen wir fast überall den eleganten
Formen des von Corliss adoptirten amerikanischen Gestelles mit
seinem soliden Hohlgusssteg zur möglichst directen Aufnahme aller
Zug- und Druckkräfte zwischen Cylinder und Schwungradlager.
Nicht so einig ist man sich in Beziehung auf die Steuerung. Alle
bedeutenderen Maschinen haben vom Regulator abhängige Expansion,
aber in Bezug auf das Wie dieser Abhängigkeit gehen die Construc-
tionen weit auseinander; doch lassen sich diegelben sämmtlich zu fünf
grösseren Gruppen zusammenfassen.
Die erste dieser Gruppen schliesst sich noch inniger an die Cor-
liss-Maschine an. Sie hat mit derselben in der Idee alles Wesent
liche gemein: Oeffnung der Canäle durch die Maschine, Schliessung der
selben, nach der Auslösung durch den Regulator, durch Zuhilfenahme
einer äusseren Kraft, welche durch das Oeffnen in dem Träger derselben
(Gewichte,Federn,Dampfspannung) geweckt wird; ferner die Trennung
der Canäle zur Verringerung des schädlichen Raumes und Verhütung
von Wärmeverlusten durch abwechselnde Berührung derselben Flächen
mit frischem und gebrauchtem Dampfe, sowie endlich die besondere
Ein- und Auslasssteuerung.
Diese ganze Gruppe möchte ich unter dem Namen „Corliss-
Maschinen“ zusammenfassen, wenn auch in constructiver Beziehung
manche derselben, so namentlich die bekannte Sulzer-Maschine, die
Maschine von Scheller und Berchtold u. A. nicht allein in Bezug
auf die äussere, sondern auch auf die innere Steuerung sich sehr we
sentlich von ihr unterscheiden und sich, wie die erstere, bereits einen
bedeutenden eigenen Namen erworben haben.
Eine zweite Gruppe fusst auf der älteren Farcot-Steuerung,
welche aber, entsprechend der stärkeren und innerhalb weiterer Grenzen
veränderlichen Expansion, bedeutend verändert ist.
Die dritte Gruppe schliesst sich an die Meyer’sche Steuerung
an, welche in der verschiedensten Weise vom Regulator abhängig
gemacht ist.
Eine weitere grosse Gruppe bilden die Maschinen, bei welchen
der Regulator die Excentricität, oder die Voreilung des Expansious-
excenters, oder beides gemeinsam verändert.
Ich begreife unter diese Gruppe auch die Maschinen, bei denen
die Schubweite des Schiebers statt durch Aenderung der Excentricität
durch Verschiebung des Angriffspunktes der Schieberstange in einer
Coulisse variirt wird.
b Auf der Ausstellung waren stehende Maschinen mit Ausnahme einer
Gebläsemaschine älterer Construction ans dem Etablissement von Seraing
und einiger kleinerer Maschinen überhaupt nicht vertreten.