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MAK

Full text : Maschinenwesen und Transportmittel, Wiener Weltausstellung Heft 8

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Section  II.  b.  Maschinen  für  Faserstoff-Industrie.
gerTheile,  wie  z.B.  der  Hechelstabschrauben,  geringe  Abänderungen  der
bekannten  Einrichtung  dieser  Maschinen  zeigten.  Die  Vorspinnmaschine
enthält  den  bekannten  expandirbaren  Doppelkegel,  wie  er  zur  Regulirung ­
  der  Aufwindegeschwindigkeit  bei  wachsendem  Spulendurchmesser
zuerst  von  Combe  angewendet  ist,  mit  der  Modification,  dass  die  Arme,
mit  welchen  die  beiden  Conen  sich  in  einander  schieben,  nicht  wie
früher  gerade,  sondern  curvenförmig  gebildet  sind,  um  das  bei  geraden
Armen  leichter  eintretende  Zerschneiden  der  Triehschnur  zu  verhindern.
Lawson  &  Sons  in  Leeds  hatten  einen  Satz  Bearbeitungsmaschinen ­
  für  Jute  ausgestellt,  bestehend  aus  dem  schon  oben  besprochenen ­
  Jute  softener,  einer  Vorkrempel,  zwei  Durchzügen  und  einer
Vorspinnmaschine.  Diese  Maschinen  waren  sämmtlich  so  schön  gearbeitet
und  so  solide  construirt,  wie  man  es  an  den  aus  dieser  berühmten  Fabrik
hervorgehenden  Maschinen  gewohnt  ist.  Wesentliche  Neuerungen  waren
nicht  an  diesen  Maschinen  zu  erkennen,  ausser  einer  Einrichtung,  welche
den  Zweck  hat,  bei  einem  grösseren  Widerstande,  welcher  sich  z.  B.
einem  Hechelstabe  entgegensetzt,  diesen  letzteren  vor  dem  Bruche  zu
bewahren  dadurch,  dass  das  die  Hechelstabschraube  treibende  Rad  nur
mit  einem  dünnen  Stifte  befestigt  ist,  welcher  bei  einem  grösseren
Widerstande  abbricht  und  leicht  ersetzt  werden  kann.
Grosses  Interesse  boten  dagegen  die  von  derselben  Firma  ausgestellten ­
  M  aschinen  zur  Seilgarnfabrikation  dar.  Dieselbenrepräsentiren
  ein  ganz  neues  System  zum  Spinnen  grober,  besonders  Seilgarne ­
  aus  Hanf,  und  haben  sich  seit  der  kurzen  Zeit  ihres  Erscheinens
schon  vielfach  Eingang  in  englischen  Seilereien  verschafft.  Ein  Satz
solcherMaschinen,  wie  er  ausgestellt  war,  besteht  aus  einer  Anlegemaschine,
einer  Strecke  (event.  auch  zwei)  und  einer  Spinnmaschine.  Sämmtliehe
Maschinen  zeigen  das  Eigenthümliche  gegen  die  bisher  üblichen  Einrichtungen, ­
  dass  die  Nadelstäbe  nicht  durch  Schrauben,  sondern  durch
Ketten  bewegt  werden.  Wenn  man  nun  auch  Ketten  zur  Führung  der
Hechelstäbe  eigentlich  früher  angewandt  hat,  als  Schrauben,  so  ist  in
der  Wiederverwendung  der  Ketten  für  grobe  Garne  in  dem  vorliegenden
Falle  doch  ein  Vortheil,  und  kein  Rückschritt  zu  erkennen,  insofern
als  die  Hecheln  vermöge  einer  sehr  sinnreichen  Kettenführung  veranlasst ­
  werden,  rechtwinklig  in  das  Material  einzustechen  und  rechtwinklig
sich  herauszuziehen.  Der  Hauptnachtheil,  welchen  man  den  Kettenführungen ­
  vorwerfen  konnte,  ist  also  auf  diese  Weise  beseitigt.  Andererseits ­
  gestattet  aber  die  Anwendung  derKettenstreckwerke  eine  Ausführung
in  grösserer  Länge  und  es  ist  hierdurch  wieder  ermöglicht,  den  Hanf
unzerschnitten  zur  Verarbeitung  zu  bringen.  Natürlich  ist  die  Ausführung ­
  der  Kettenstrecken  bei  weitem  billiger  als  die  von  Schraubengills.
Die  Einrichtung  eines  solchen  Kettenstreckwerks,  wie  es  sich  nicht
nur.  bei  den  Durchzügen,  sondern  auch  bei  der  Anlegemaschine  und  der
Spinnmaschine  findet,  ist  kurz  folgende.  Der  auf  einem  Zuführtische
            
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