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Section II. b. Maschinen für Faserstoff-Industrie.
gerTheile, wie z.B. der Hechelstabschrauben, geringe Abänderungen der
bekannten Einrichtung dieser Maschinen zeigten. Die Vorspinnmaschine
enthält den bekannten expandirbaren Doppelkegel, wie er zur Regulirung
der Aufwindegeschwindigkeit bei wachsendem Spulendurchmesser
zuerst von Combe angewendet ist, mit der Modification, dass die Arme,
mit welchen die beiden Conen sich in einander schieben, nicht wie
früher gerade, sondern curvenförmig gebildet sind, um das bei geraden
Armen leichter eintretende Zerschneiden der Triehschnur zu verhindern.
Lawson & Sons in Leeds hatten einen Satz Bearbeitungsmaschinen
für Jute ausgestellt, bestehend aus dem schon oben besprochenen
Jute softener, einer Vorkrempel, zwei Durchzügen und einer
Vorspinnmaschine. Diese Maschinen waren sämmtlich so schön gearbeitet
und so solide construirt, wie man es an den aus dieser berühmten Fabrik
hervorgehenden Maschinen gewohnt ist. Wesentliche Neuerungen waren
nicht an diesen Maschinen zu erkennen, ausser einer Einrichtung, welche
den Zweck hat, bei einem grösseren Widerstande, welcher sich z. B.
einem Hechelstabe entgegensetzt, diesen letzteren vor dem Bruche zu
bewahren dadurch, dass das die Hechelstabschraube treibende Rad nur
mit einem dünnen Stifte befestigt ist, welcher bei einem grösseren
Widerstande abbricht und leicht ersetzt werden kann.
Grosses Interesse boten dagegen die von derselben Firma ausgestellten
M aschinen zur Seilgarnfabrikation dar. Dieselbenrepräsentiren
ein ganz neues System zum Spinnen grober, besonders Seilgarne
aus Hanf, und haben sich seit der kurzen Zeit ihres Erscheinens
schon vielfach Eingang in englischen Seilereien verschafft. Ein Satz
solcherMaschinen, wie er ausgestellt war, besteht aus einer Anlegemaschine,
einer Strecke (event. auch zwei) und einer Spinnmaschine. Sämmtliehe
Maschinen zeigen das Eigenthümliche gegen die bisher üblichen Einrichtungen,
dass die Nadelstäbe nicht durch Schrauben, sondern durch
Ketten bewegt werden. Wenn man nun auch Ketten zur Führung der
Hechelstäbe eigentlich früher angewandt hat, als Schrauben, so ist in
der Wiederverwendung der Ketten für grobe Garne in dem vorliegenden
Falle doch ein Vortheil, und kein Rückschritt zu erkennen, insofern
als die Hecheln vermöge einer sehr sinnreichen Kettenführung veranlasst
werden, rechtwinklig in das Material einzustechen und rechtwinklig
sich herauszuziehen. Der Hauptnachtheil, welchen man den Kettenführungen
vorwerfen konnte, ist also auf diese Weise beseitigt. Andererseits
gestattet aber die Anwendung derKettenstreckwerke eine Ausführung
in grösserer Länge und es ist hierdurch wieder ermöglicht, den Hanf
unzerschnitten zur Verarbeitung zu bringen. Natürlich ist die Ausführung
der Kettenstrecken bei weitem billiger als die von Schraubengills.
Die Einrichtung eines solchen Kettenstreckwerks, wie es sich nicht
nur. bei den Durchzügen, sondern auch bei der Anlegemaschine und der
Spinnmaschine findet, ist kurz folgende. Der auf einem Zuführtische