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MAK

Full text : Maschinenwesen und Transportmittel, Wiener Weltausstellung Heft 8

Section  II.  b.  Maschinen  für  Faserstoff-Industrie.

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diese  Schiene  hinaus  in  das  zwischen  dieser  und  den  Hintercylindern
befindliche  Vorgarn  hineingelangen  kann,  welches  daher  einem  kräftigen ­
  Verziehen,  d.  h.  einer  Ausgleichung  in  der  Dicke  unterworfen  ist.
Der  bleibende  Draht  wird  dem  aus  den  Vordercylindern  austretenden
Garne  durch  die  bekannten  auch  von  Sykes  benutzten  Ringspindeln
ertheilt,  und  zeigt  auch  die  Anordnung  der  Röhrchen  keine  bemerkenswerthe
  Neuerung.  Die  Eigenthümlichkeit  liegt  vorzugsweise  in  dem
Regulator,  dessen  Wirkung  an  den  drei  ausgestellten  und  in  Betrieb
befindlichen  Maschinen  (für  feine,  für  lange  ordinäre  und  für  Kunstwolle) ­
  deutlich  bemerkt  werden  konnte.  Soweit  die  Betriebsthätigkeit
einer  Maschine  auf  einer  Ausstellung  einürtheil  überhaupt  zulässt,  war
das  Resultat  ein  befriedigendes  zu  nennen.  Ob  die  Maschinen  sich
praktisch  bewähren,  wird  natürlich  die  Erfahrung  lehren  müssen,  wenn
aber  auch  nur  ein  Theil  der  Verheissungen  des  Constructeurs  sich  bewahrheitet, ­
  so  würde  diese  Erfindung  eine  der  folgenreichsten  im
Gebiete  der  Streichgarnspinnerei  genannt  werden  müssen.
Eine  dritte  Maschine  der  genannten  Art  mit  feststehenden  Spindeln
war  endlich  von  dem  Amerikaner  Avery  ansgestellt.  Das  hierbei  zu
Verwendung  gebrachte  Streckwerk  ist  ein  durchaus  neues  und  originelles, ­
  indem  anstatt  der  Hintercylinder  ein  intermittirend  Vorgarn
lieferndes  Zangen-  oder  Klemmenwerk  angebracht  ist,  im  Wesentlichen
bestehend  aus  einem  fünfseitigen  Haspel,  auf  dessen  durch  Längsdrähte
gebildete  Seiten  sich  abwechselnd  die  Arme  vierseitiger  Sterne  setzen.
Hierdurch  wird  das  zwischen  Draht  und  Stern  eingehende  Vorgarn
festgehalten,  und  periodisch  in  Längen  gleich  der  Entfernung  zweier
solcher  Drähte  respective  Sternarme  dem  Verzüge  und  dem  Röhrchendrahte ­
  übergeben.  Das  von  den  Vordercylindern  ausgegebene  Garn
erhält  seine  bleibende  Drehung  durch  eine  der  Ringspindel  ähnliche
von  Potter  erfundene  Spindel.  Ein  durch  seine  Einfachheit  bemerkenswerther
  sehr  sinnreicher  und  hübscher  Apparat  für  die  auf-  und
absteigende  Bewegung  der  Ringbank  ermöglicht  das  Winden  von  Garnspulen, ­
  welche  den  Mulekötzern  analog  sind,  d.  h.  bei  welchen  die
einzelnen  in  Kegelflächen  liegenden  auf-  und  absteigenden  Spiralwindungen ­
  über  einem  gleichfalls  durch  den  Apparat  automatisch  gewundenen ­
  Ansätze  sich  bilden.  Eine  nähere  Erläuterung  dieser  wie
der  vorhergehenden  Maschine  ohne  Zuhilfenahme  von  Zeichnungen
dürfte  kaum  Aussicht  auf  Deutlichkeit  haben.  Auch  diese  Maschine
war  vielfach  in  Thätigkeit.  Eines  Urtheils  über  die  Leistung  müssen
wir  uns  enthalten,  da  dasselbe  doch  ein  vorschnelles  sein  müsste.
Maschinen  zur  Verarbeitung  von  Kammwolle  waren  nur
zwei  von  Platt  Brothers  ausgestellt,  und  zwar  eine  Kämmmaschine
(PatentLittle  &  Eastwood)  und  eine  Schraubengillstrecke  mit  Wickelbildung. ­
  Die  letztere,  welche  für  die  erstgenannte  Kämmmaschine  die
Wickel  bildet,  bot  etwas  besonderes  Neues  nicht  dar;  während  die
            
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