222 Gruppe XIII. Maschinenwesen u. Transportmittel.
T500m weiten, langsam rotirenden, horizontalen, eisernenCylinder be
steht, der durch eine in seinem Innern angebrachte Feuerung eine di-
recte Erwärmung erfährt. 3 bis 5 solcher Cylinder sollen angewendet
werden, indem die zu trocknende Masse in Pappenform um sie herum
geführt wird. Die Heizung durch direete Feuerung wenden die Aus
steller an, um die Heizkraft des Brennmaterials besser auszunutzen,
mit Rücksicht darauf, dass beim Holzstoffe zum Trocknen eine be
trächtliche Wärmequantität aufzuwenden ist, indem derselbe durch die
Stoffpresse nicht weiter entwässert werden darf, als bis zu 20 Proc.
Trockengehalt, wenn er bei seiner nachherigen Weiterverarbeitung im
Holländer sich ohne Schwierigkeit wieder auflösen soll.
Bei der vergrösserten Production der Papiermaschinen hat man
darauf bedacht sein müssen, auch die Leistungsfähigkeit der Knotenfang
apparate entsprechend zu erhöhen. Dies ist nur zum Theil durch ver-
grösserte Schlitzplatten erreicht, man hat deshalb besondere Aufmerk
samkeit den rotirenden Knotenfängern zugewandt, welche gegenüber
den festen Plattenapparaten den Vortheil grösserer Wirksamkeit gewäh
ren, indem die Schlitze sich während des Betriebs fortwährend leich
ter offen halten lassen.
Zunächst hatte die Firma W. Steinmayer, früher Wandel
& Steinmayer in Reutlingen, einen rotirenden Knotenfänger ausge
stellt, welcher im Wesentlichen dieselbe Construction zeigt, wie der
von derselben Firma in Paris ausgestellt gewesene, nur dass in Bezug
der Betriebsmechanismen Aenderungen vorgenommen sind. Namentlich
sind die Zahnräder durch zwei Kettengetriebe ersetzt, und die Schüttel
welle ist nicht mehr neben, sondern unterhalb des Stoffkastens ange
ordnet.
Während bei dem Steinmayer’schen Knotenfänger der Stoff
durch Zuführungsrinnen in das Innere der Siebtrommel geführt, und
der gereinigte Zeug durch die Maschen hindurch nach aussen abgeführt
wird, ist bei dem von Chr. Wandel in Reutlingen ausgestellten Knoten
fänger der Masse der entgegengesetzte Weg vorgeschrieben, indem
der Schlitzcylinder bis zu gewisser Tiefe in den Stoff taucht, in Folge
des hydrostatischen Druckes der Zeug ins Innere des Cylinders tritt,
von wo er durch die beiden in den Stirnenden vorhandenen Oeffnun-
gen nach aussen fort und nach der Papiermaschine geführt wird, wäh
rend die Knoten in dem äusseren Stoffkasten Zurückbleiben. Die
Offenhaltung der Schlitze geschieht bei beiden Apparaten durch ein
Spritzrohr, ebenso wie bei beiden der Cylinder neben seiner Drehung
noch eine Rüttelbewegung erhält.
Ein in der englischen Abtheilung von J. Bertram&Sons inEdin-
burg ausgestellter Apparat besteht anstatt aus einem Cylinder aus einem
vierseitigen ganz in den Stoff eingetauchten Prisma, dessen Seitenflächen
durch die bekannten geschlitzten Knotenfängerplatten gebildet sind. Diese