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Full text: Maschinenwesen und Transportmittel, Wiener Weltausstellung Heft 8

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Gruppe XIII. Maschinenwesen u. Transportmittel. 
Die berühmte Firma B. Donk in & Co. hatte ein gangbares Mo 
dell einer Papiermaschine ausgestellt, welches wohl auch schon auf 
früheren Ausstellungen erschienen ist. Dasselbe zeigt zwischen den 
beiden Trocken werken die Anordnung einer besonderen Feuchtsati- 
nirpresse. 
Endlich war von dem durch seine bedeutenden Arbeiten im Inge 
nieurwesen rühmlichst bekannten Banrath W. Zuppinger die Zeich 
nung einer Papiermaschine mit Betrieb von unten ausgestellt. Neben 
drei Knotenfängern zeigt diese Maschine einen besonderen sogenann 
ten Katzenfang (Durchgang des Stoffes von unten nach oben), 3 Saug 
apparate, 1 Kautsch- und 2 Nasspressen, hierauf 2 unterhalb und 1 
oberhalb gelegenen Trockencylinder, 1 Feuchtsatinirpresse, darauf 2 
unterhalb gelegene Trockencylinder mit dazwischen liegender zweiter 
Feuchtsatinirpresse, Satinirwerk, Langschneidemaschine und Haspel. 
Besonderes Interesse boten die von Grahl & Hoehl in Dresden 
sowie von F. Flintsch in Olfenbach ausgestellten Maschinen zur Bunt 
papierfabrikation dar. 
Die Färbmaschine von Grahl & Hoehl ist eine solche mit Fär 
bung auf gerader Fläche, indem das von einer Holle sich abwickelnde 
Papier, nachdem dasselbe von einem endlosen aus dein Farbtroge auf 
steigenden Filztuche Farbe erhalten hat, mit einem horizontal geführ 
ten gleichfalls endlosen Tuche unter mehreren feststehenden und unter 
zwei rotirenden Bürsten hinweggeführt wird, welche Bürsten die Farbe 
möglichst gleichmässig verreiben. 
Die von denselben Fabrikanten ausgestellte, zum Glätten des Pa 
piers dienende Steinglätte zeigt insoweit Eigenthümlichkeiten, als sie 
ganz freistehend construirt ist, und eine Verbindung mit der Balken 
lage, wie sie sonst bei derartigen Maschinen üblich zu sein pflegt, hier 
nicht vorhanden ist. Die zur Erzeugung eines matten Glanzes dienende 
Bürstmaschine zeigt die gewöhnliche Anordnung rotirender Bürstenwal 
zen. Solcher Walzen sind zwei vorhanden, gegen welche das zu sati- 
nirende Papier mit Hilfe eiserner Leitwalzen zu einem sechsfachen 
Anstriche angepresst wird. Die Bürstenwalzen erhalten eine schnelle 
Dotation, und ist der einen ausserdem eine langsame hin- und her 
gehende Bewegung ertheilt, um Längenstreifen in dem Papier nicht 
entstehen zu lassen. 
Die von F. Flinsch ausgestellte Färbmaschine ist nach demPrin- 
cip der Cylinderfärbung construirt, indem das durch eine Filzwalze 
mit Farbe versehene Papier über einen eisernen Cylinder geführt wird, 
welcher sich mit derselben Geschwindigkeit umdreht, mit welcher das 
Papier sich bewegt. Auf dieser cylindrischen Fläche geschieht die Ver 
reibung der Farbe durch zwei feststehende quer über das Papier ge 
stellte Bürsten und durch einen beweglichen Bürstenapparat. Letzte 
rer trägt ebenfalls zwei gerade Bürsten, denen durch einen sinnreichen
	        
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