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Full text: Maschinenwesen und Transportmittel, Wiener Weltausstellung Heft 8

10 Gruppe XIII. Maschinenwesen u. Transportmittel. 
mit eomprimirter Luft getriebenen Haspel für unterirdische Strecken 
förderung liefert. Endlich haben noch ausgestellt Erich & Hoff 
man n in Hermanseifen, M. P e t e r s e i m in Krakau und in der Agri- 
culturhalle Brüder Noback & Fritze in Prag; sämmtlich Maschi 
nen mit Meyer’ scher Steuerung. 
Ungarn ist nut durch eine Maschine mit Meyer’scher Steuerung 
vertreten, vonVidacs inBuda-Pest ausgestellt, Russland durch sechs 
Maschinen, von denen eine vom Regulator abhängige Expansion hat. 
Es sendet Baranowsky in Petersburg eine sehr hübsch gezeichnete 
Maschine von 6 Pferden nach Sims’schem Systeme. Der Schieber 
kasten liegt unterhalb der Cylinder, so dass das Condensations- 
wasser ständig abfliessen kann; das sehr gefällige Gestell vereinigt 
Cylinderdeckel, Führung, Grundplatte und beide Lager in einem 
einzigen Hohlgusskörper. Auf der Schwungradwelle befindet sich 
ein amerikanischer Federregulator, welcher auf ein kleines Ventil 
wirkt; doch dürfte der Regulator, in dieser Weise angebracht, 
wohl kaum seinem Zwecke genügen. G. Lessner, ebenfalls zu 
St. Petersburg, stellt neben jener einen Maschine mit vom Regulator 
abhängiger Expansion noch eine kleinere mit Meyer’scher Steue 
rung aus. 
DieKaiserl.Technologische Anstalt zuMoskau stellt Arbeiten 
von Schülern der Anstalt und unter diesen auch zwei kleine Dampfmaschi 
nen aus. Die eine derselben ist eine liegende Maschine mit einem Cylinder 
von 216 mm Durchmesser und 330 mm Hub. Die Dampfcanäle sind so 
angebracht, dass ihr Boden in gleicher Höhe mit dem tiefsten Punkte 
des Cylinders liegt; sonst bietet die Maschine, ausser dem von Whitley 
Partners inLeeds bezogenen Regulator nach Allen ’s Patent, nichtsBe- 
merkenswerthes. Dieser Regulator besteht bekanntlich aus einem um 
eine horizontale Achse drehbaren mit Flüssigkeit gefüllten cylindrischen 
Gefässe, in welchem ein Flügelapparat rotirt. Der der Rotation sich 
entgegenstellende Widerstand überträgt sich durch die Flüssigkeit als 
Kraft auf die Trommel selbst, indem er dieser ein von der Grösse des 
Widerstandes abhängiges Drehmoment mittheilt. Ein zweites Moment, 
herrührend von einem an veränderlichem Hebelarme wirkenden Gewicht, 
welches also mit der Drehung der Trommel seine Grösse ändert, wirkt 
ihm entgegen, und die Folge ist, dass sich die Trommel soweit dreht, 
bis beide Momente einander gleich sind. So entspricht jeder Geschwindig 
keit des Flügels, und folglich der Maschine, eine ganz bestimmte Stel 
lung der Trommel; das Tachometer ist folglich ein statisches, und 
darum axich die Uebertragung eine directe. 
Die zweite Maschine der Anstalt ist eine verticale; sie ist mit der 
eigenthümlichen Geradführung von Tschebyscheff sowie auch mit
	        
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