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MAK

Full text : Maschinenwesen und Transportmittel, Wiener Weltausstellung Heft 8

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Gruppe  XIII.  Maschinenwesen  u.  Transportmittel.
pool  ausgestellte  Victory-Maschine.  Die  beiden  Stereotypcylinder
und  die  zwischen  ihnen  liegenden  Papiercylinder  sind  horizontal  neben ­
  einander  angeordnet,  wie  bei  Marinoni,  die  Farbverreibung  geschieht ­
  auf  grossen  metallenen  Cylindern,  und  der  Schneidapparat
kommt  nach  dem  Bedrucken  zur  Wirkung.  Die  Bogen  werden  von
diesem  durch  ausgedehnte  Bandführungen  nach  dem  unterhalb  der  Maschine ­
  angebrachten  Falzapparate  geführt.  Diese  Anordnung  eines
complicirten  Theils  der  Maschine  in  einem  wenig  zugänglichen  Baume
unterhalb  dürfte  ein  grosser  Uebelstand  genannt  werden,  da  die  Uebersichtliehkeit
  dadurch  sehr  beeinträchtigt  wird.  Die  Papierrolle  liegt
zu  ebener  Erde,  ein  Feuchtapparat  ist  mit  der  Maschine  nicht  verbunden; ­
  es  muss  daher  das  Papier  zuvor  in  einem  selbstständigen  Apparate ­
  gefeuchtet  werden.  Die  Leistung  wird  auf  10000  bis  12  000
Exemplare  angegeben,  wenn  der  Falzapparat  weggelassen  wird,  mit
demselben  beträgt  sie  entsprechend  weniger.  An  Raum  (oberhalb)  erfordert ­
  die  Maschine  5Fuss  6  Zoll  engl.  (1'676  m)  Höhe,  9  Fuss(2'743  m)
Breite  und  12  resp.  15  Fuss  (3'657  m  resp.  4'572m)  Länge.
An  die  Maschinen  für  Rollenpapier  schliessen  sich  die  ebenfalls
für  den  Zeitungsdruck,  d.  h.  für  Massenproduction,  berechneten  Maschinen ­
  an,  von  welchen  die  Ausstellung  in  Gestalt  sogenannter  vierfacher ­
  Maschinen  drei  Exemplare  aufzuweisen  hatte,  die  von  C.  Hummel ­
  in  Berlin,  von  Marinoni  und  von  Alauzet  fils  in  Paris  ausgestellt ­
  waren.  Die  Hummel’sche  Maschine  ist  nach  dem  von  Herrn
E.  Bragard  in  Köln  angegebenen  Systeme  gebaut,  nach  welchem  die
ausstellende  Fabrik  in  den  Jahren  1868  bis  1872  unter  anderem  vier
Maschinen  zum  Drucke  der  „Kölnischen  Zeitung“  ausgeführt  hat.  Die
Maschine  arbeitet  mit  zwei  Cylindern,  welche  sowohl  beim  Vorwärtswie
  beim  Rückwärtsgange  des  Karrens  drucken,  indem  die  von  vier
Einlegern  aus  durch  Bänder  zugeführten  Bogen  rechtzeitig  abwechselnd ­
  durch  Fangwalzen  erfasst  und  den  Formcylindern  bald  in  der
einen  bald  in  der  anderen  Richtung  zugeführt  werden.  Auf  diese
Weise  ist  das  schon  öfter  angestrebte,  häufig  nur  mangelhaft  erreichte
Problem  des  vor-  und  rückwärts  rotirenden,  immer  druckenden  Cylinders
  in  recht  einfacher  und  hübscher  Weise  gelöst  worden.  Der  durch
Kreisbewegungsmechanismus  bewegte  Karren  trägt  in  der  Mitte  die
Form  und  an  jedem  Ende  einen  Farbtisch,  die  beiden  Farbwerke  sind
an  den  Enden  der  Maschine  mit  je  vier  Verreibwalzen  angebracht,
vier  Auftragwalzen  schwärzen  die  Form.  Die  Höhe  der  ganzen  Maschine ­
  beträgt  nur  6  Fuss  10  Zoll  (2'146  m),  so  dass  jeder  Theil  leicht  zu
bereichen  ist.  Es  war  sehr  zu  bedauern,  dass  die  Aussteller  nicht  für
eine  genügende  Vertretung  ihrer  Firma  gesorgt  hatten,  und  dass  die
Maschine  nicht  nur  nicht  in  Betrieb  gesetzt  wurde,  sondern  auch  durch
den  unvermeidlichen  Staub  sehr  in  ihrem  Aussehen  litt.  Hierdurch
wurde  die  Maschine  ihren  schön  geputzten  und  sauber  gehaltenen
            
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