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Full text: Maschinenwesen und Transportmittel, Wiener Weltausstellung Heft 8

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Section III. Die Eisenbahntransportmittel. 
beiden Rohrleitungen sind in jedem Coupe durch ein verticales Rohr 
verbunden, in welches die horizontal amFussboden liegenden Heizrohre 
eingeschaltet sind. Eine Verlängerung des aufsteigenden Rohres mündet 
in ein offenes Expansionsgefäss. 
Deutschland. Güterwagen sind ausgestellt von folgenden Firmen. 
Breslauer Actiengesellschaft für Eisenbahnwagenhau: ein 
bedeckter Lastwagen. Schlesische Actiengesellschaft für Eisen- 
giesserei, Maschinen- und Wagenhau: drei eiserne Kohlenwagen. 
Zinkwalzwerk Piala bei Rudzinitz (Inhaber G. H. v. Ruffer zu 
Breslau): ein eiserner Kohlenwagen. Carl Weyer & Co. in Düsseldorf: 
ein bedeckter Lastwagen. Stettiner Eisenbahnbedarf- und 
Maschin enbaugesellschaft Arthursberg: ein bedeckter Last 
wagen. 
Sämmtliche Wagen sind vierrädrig und in der Construction von 
bekannten Vorbildern auf preussischen Eisenbahnen nicht wesentlich 
abweichend. 
Van der Zypen & Charlier zu Deutz stellen einen Hilfswagen 
aus. An einem Ende desselben befindet sich in bedecktem Raume eine 
kleine Werkstatt mit der nöthigen Ausrüstung, am anderen Ende ein 
Hebekrahn. 
Folgende deutsche Aussteller lieferten Personenwagen: Frank 
furter Waggonfabrik (vormals J.C.Reifert): einen gut gearbeiteten 
sechsrädrigen Personenwagen I. Classe der bekannten Reifert’schen 
Construction, wobei der Kasten durch besondere am Untergestell auf 
gehängte Blattfedern getragen und so freischwebend über dem Unter 
gestelle gehalten wird. 
Rathgeher in München: einen vierrädrigen Personenwagen I. 
und II. Classe für dieKaiser-Ferdinands-Nordbahn und einen sehr sorg 
fältig ausgeführten vierrädrigen Salonwagen (Personenwagen I. Classe) 
für die vereinigten Schweizerbahnen nach der dieser Bahn eigenthüm- 
lichen bemerkenswerthen Construction. 
Das Wagenbett ist 8'742 m, der Kasten 7‘330 m lang, der Rad 
stand beträgt 4'500 m. 
Die Achsbüchsen haben Spielraum in den Achsgabeln, und die 
Federn eine derartig bewegliche, durch Kreuze und Querstangen ver 
bundene Aufhängung, dass die Achsen sich in Curven radial stellen können. 
Die Rahmen sind unter den an beiden Enden des Kastens ange 
brachten Plattformen so eingezogen, dass ein bequemer Auftritt er 
möglicht wird. 
An einem Ende befindet sich ein Coupe mit drei Sitzen und da 
hinter Retirade und Toilette, am anderen Ende ein Coupe mit sechs 
Sitzen. An beiden Enden ist neben den Coupes ein Gang gelassen, 
durch den man zu dem in der Mitte befindlichen Salon gelangt.
	        
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