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Full text: Maschinenwesen und Transportmittel, Wiener Weltausstellung Heft 8

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Section III. Die Eisenbahntransportnüttel. 
Wenn der Zug sich bewegt, tritt dadurch die äussere Luft in die 
trichterförmige Kohrmündung und gelangt durch das gewundene Kohr, 
in welchem sie erwärmt wird, in den Wagen. 
Die mit der Vorrichtung auf mehreren Bahnen vorgenommenen 
Versuchsfahrten haben nach dem Urtheile competenter Techniker gün 
stige Resultate gegeben. 
Oesterreich, Ungarn. Die österreichische Ausstellung von 
Eisenbahnwagen ist hervorragend gegen die aller übrigen Staaten. 
Auf einige der ausgestellten Güterwagen ist eine Sorgfalt ver 
wandt, welche unverkennbar zeigt, dass sie speciell für die Ausstel 
lung angefertigt wurden. 
Besonders reich aber sind Luxuswagen vertreten, theils Salonwagen, 
theils Schlafwagen. 
Sämmtliche Wagen sind vierrädrige, die Langträger ihrer Unter 
gestelle sind aus I- oder C Eisen, die Kopfstücke und Streben dagegen 
meistens aus Holz hergestellt. 
Bei den Personenwagen geschieht die Beleuchtung durch Oellampen, 
für die Heizung ist vorzugsweise der Luftheizungsapparat von Thamm 
& Rottmüller angewandt, welcher im „Organ für die Fortschritte des 
Eisenbahnwesens“ Jahrgang 1873, Seite 142 beschrieben ist. 
Bemerkenswerthe Güterwagen haben ausgestellt : 
Kaiser - Ferdinands-Nordbahn: einen bedeckten und einen 
offenen Lastwagen. 
Bei beiden sind die Kastensäulen als Kungen behandelt, eine 
Construction, welche der grösste Theil der österreichischen Bahnen 
adoptirt zu haben scheint. 
Prag-Wiener Actiengesellschaft für Jabrikation von 
Waggons und Eisenbahnbedarf in Bubna bei Prag: einen Wagen 
für Hornviehtransport nach dem System von William Reid (Vertreter 
C. F. Dorn). Die Länge des Kastens ist so getheilt, dass in der einen. 
Abtheilung zwei Thiere mit dem Steiss gegen einander gekehrt stehen 
können, während die andere Abtheilung in der Länge für ein Thier 
bestimmt ist, welches so eingestellt wird, dass dessen Kopf der ersten 
Abtheilung zugekehrt ist. In der Breite stehen drei Thiere neben ein 
ander. Für beide Abtheilnngen ist auf jeder Seite je eine Schiebethür 
angebracht. 
Vor den Köpfen der Thiere befinden sich Raufen für Futter und 
darunter Rinnen zum Tränken. Die Rinnen stehen auf Kasten, welche 
quer durch den Wagen gehen und von aussen zugänglich sind, dieselben 
dienen zur Aufbewahrung von Futter und dergleichen. Da, wo sich 
die Hintertheile der Thiere befinden, ist der Fussboden aus eisernen 
Rosten gebildet, wohin der übrige entsprechend geneigt gelegte lheil 
entwässert wird.
	        
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