Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Maschinenwesen und Transportmittel, Wiener Weltausstellung Heft 8

252  Gruppe  XIII.  Maschinenwesen  u.  Transportmittel.
Die  oberen  Betten  werden  jedoch,  nicht  gleichmässig  gehoben  oder
gesenkt,  sondern  sie  drehen  sich  um  gegliederte  Charniere,  welche  an
der  Längswand  ihre  Befestigung  finden.  Diese  Construction  dürfte
jedoch  weniger  bequem  als  die  von  Simmering  zu  handhaben  sein.
Das  Gewicht  des  Wagens  wird  zu  226  Centner  angegeben.
2.  einen  doppeletagigen  Personenwagen  III.  Classe  für  die  Staatseisenbahngesellschaft ­
  in  gewöhnlicher  Anordnung.  Erwähnt  mag  werden,
dass  in  der  Mitte  des  Daches  der  oberen  Etage  zweckmässig  ein  erhöhtes
Oberlicht  angebracht  ist.
3.  einen  Tramway-Waggon,  dessen  eiserne  Langträger  so  weit
zusammengerückt  sind,  dass  sie  mit  der  Breite  des  Balcons  correspondiren,
  während  an  dieselben  angeschlossene  Querträger  zum  Halten  von
Achsgabeln  und  Federn  dienen.
Prag-Wiener  Actiengesellschaft  in  Bubna  stellt  einen  hübschen ­
  Salonwagen  aus.
Grazer  Waggon-,  Maschinenbau-  und  Stahlwerkgesellschaft: ­
  1.  einen  Personenwagen  I.  und  II.  Classe  nach  den  Normalien
der  Kaiser-Franz-Josephs-Bahn  und
2.  einen  Personenwagen  I.  Classe  mit  Schlafcoupe  (eigentlich
Salonwagen).
Letzterer  Wagen  hat  bei  3'8  m  Radstand  eine  Länge  im  Untergestelle ­
  von  6'94  m.  Der  Kasten  hat  eine  lichte  Länge  von  6’22  m
und  eine  lichte  Breite  von  2'47  m  und  ruht  auf  zehn  gusseisernen  Consolen,
  welche  je  drei  Kautschukringe  enthalten.
An  einem  Ende  befindet  sich  ein  mit  Seitenthüren  versehenes
Halbcoupe,  welches  von  den  übrigen  Wagenräumen  vollständig  abgeschlossen ­
  ist  und  drei  Sitze  enthält,  die  sich  in  der  üblichen  Weise  zu
Schlaflagern  machen  lassen,  deren  Länge  jedoch  etwas  knapp  bemessen
sein  dürfte.  Demnächst  folgt  ein  ebenfalls  durch  Seitenthüren  zugängliches ­
  Coupe  I.  Classe  mit  fünf  Sitzen.  Je  zwei  gegenüberliegende
Sitze  lassen  sich  durch  Ausziehen  in  ein  Schlaflager  umwandeln.  Die
Rücklehnen  schieben  sich  so  vor,  dass  sie  als  Kopfkissen  dienen,  dasselbe ­
  ist  auch  im  Halbcoupe  der  Fall.  Yon  dem  Coupe  I.  Classe  führt
eine  Thür  in  den  Salon,  in  welchem  zwei  Sessel  und  zwei  Lehnstühle,
welche  letztere  sich  zu  Betten  auseinanderschlagen  lassen,  sowie  am
Ende  zwei  Cabinettchen  für  Retirade  und  Waschapparat  angebracht
sind.  Von  da  gelangt  man  auf  eine  überdachte  Plattform.
Die  Heizung  ist  von  Thamm  &  Rottmüller.
Die  Decke  ist  doppelt  und  über  den  Fenstern  sind  Klappventile
angebracht,  durch  welche  die  Luft  zwischen  der  Doppeldecke  mit  der
äusseren  behufs  Abkühlung  in  Circulation  gesetzt  werden  kann.  Die
zum  Niederlassen  eingerichteten  Fenster  werden  durch  weiter  unten
beschriebene  Pressrahmen  in  jeder  Stellung  erhalten.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.