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MAK

Full text : Maschinenwesen und Transportmittel, Wiener Weltausstellung Heft 8

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Seotion  III.  Die  Eisenbahntransportmittel.
Kaiser-Ferdinands-Nordbahn:  einen  Schlafwagen  von  25  Bhiss
(7'903  m)  Länge  für  10  Personen^  von  Klett  &  Co.in  Nürnberg  nach  Angabe ­
  des  Centralinspectors  Becker  ansgeführt.  Derselbe  ist  von  dem  Stirnende ­
  aus  durch  seitlich  besteigbare  geschlossene  Plattformen  zugänglich.
Der  Kasten  von  circa  8  Fuss  (2.529  m)  Höhe  hat  gerade  Wände
und  trägt  nach  der  ganzen  Länge  in  der  Mitte  des  Daches  einen  Aufbau
mit  Fenstern.  Das  Innere  ist  durch  eine  nahe  bis  zur  Decke  reichende
Scheidewand  in  zwei  Hälften  getheilt,  von  denen  eine  durch  zwei  Querwände ­
  in  drei  Coupes  getheilt  ist,  welche  durch  Thüren  in  der  Längsscheidewand ­
  zugänglich  sind  und  je  drei  Sitze  enthalten,  während  der
Raum  eines  vierten  Sitzes  für  einen  Klapptisch,  auch  als  Waschtisch
benutzbar,  verwandt  ist.  Aus  zwei  einander  gegenüber  befindlichen
Sitzen  lässt  sich  ein  Bett  herstellen  und  darüber  ist  an  der  Längswand
ein  zweites  zum  Aufklappen  eingerichtetes  Bett  angebracht.
In  der  zweiten  Wagenhälfte  ist  zunächst  ein  Gang  abgetheilt,
welcher  durch  die  ganze  Länge  des  Wagens  führt.  Neben  dem  Gange
befinden  sich  noch  zwei  Abtheilungen  mit  je  zwei  Sitzen,  welche  sich
zu  einem  Bette  vereinigen  lassen  und  über  denen  an  der  Längswand
ebenfalls  Betten  angebracht  sind,  sowie  dem  dritten  Coupe  gegenüber
eine  Retirade  und  eine  Waschtoilette.
Die  Heizeinrichtung  ist  von  Thamm  &  Rottmüller.
Die  an  der  Decke  aufgehängten  schweren  Betten  und  die  vielen
Theilwände  bei  der  Mehrzahl  der  Schlafwagen  machen  einen  beengenden
Eindruck,  welcher  selbst  durch  ihre  grosse  Eleganz  und  Bequemlichkeit
nicht  völlig  beseitigt  wird.
Eine  soviel  bekannt  von  der  Kaiser-Ferdinands-Nordbahn  ausgegangene ­
  bereits  auf  vielen  anderen  Bahnen  eingeführte,  sehr  empfehlenswerthe
  Einrichtung  der  Schubfenster  darf  nicht  unerwähnt  bleiben.
Bei  derselben  wird  die  nach  dem  Innern  des  Wagens  gekehrte
Seite.des  Falzes,  in  dem  das  Fenster  gleitet,  durch  einen  Pressrahmen
gebildet,  welcher  sich  oben  im  Charnier  bewegt  und  unten  durch  Federn
so  gegen  den  Fensterrahmen  gezogen  wird,  dass  er  sowohl  dicht  an
denselben  schliesst,  als  auch  das  Fenster  in  jeder  Höhe  erhält.  Aufgeleimte ­
  Lederstreifen  machen  die  Dichtung  vollkommen.
Auch  die  Erste  ungarische  Waggonbaugesellschaft  inPest
hat  einen  Salonwagen  ausgestellt,  welcher  von  der  tüchtigen  Leistungsfähigkeit ­
  derselben  Zeugniss  ablegt.
Russland.  Lilpop  Rauh  &  Co.  in  Warschau  haben  einen  gut
ausgeführten  offenen  Güterwagen  ausgestellt.  Ferner  ist  ein  sechsrädriger
  russischer  Wagen  III.  Classe  ausgestellt  mit  Intereommunication,
  nur  von  einem  Stirnende  aus  zugänglich,  innen  mit  Ofenheizung,
sowie  ein  sechsrädriger  Schlafwagen  ebenfalls  mit  Intercommunication.
Der  Gang  liegt  ausser  der  Mitte,  so  dass  auf  der  einen  Seite  die  Breite
            
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