46 Gruppe XIII. Maschinenwesen u. Transportmittel.
undJohn Fowler & Co. eine zweicylindrige Dampfpflug-Maschine
iur ihr Zweimaschinensystem.
4 on französischen Fabrikanten haben ausgestellt: Albaret&Co.
m Liancourt (Oise) und Del Ferdinand in Vierzon (Cher) je eine
eincylmdrigeLocomobile, die Societe centrale de construction de
machines in Pantm (Seine) eine eincylindrige Locomobile und eben
solche mi-fixe, und V. Chevalier & Grenier in Lyon eine Locomobile
mit einem Cylinder; die beiden letzteren Maschinen sind zum Betriebe
der Transmissionen im französischen Theile der Agriculturhalle bestimmt
und stehen daher in einem besonderen Anbau derselben.
Sehr bemerkenswert sind namentlich die Maschinen der Societe
centrale, sie gehören ohne Frage zu den besten der ganzen Ausstellung.
Die Feuerung befindet sich an der Schornsteinseite und die Verbrennungsgase
ziehen von der im Innern des Kessels befindlichen Rauchkammer
durch ein System von Siederöhren rückwärts zum Schornstein. Der
ganze innere Kessel sammt Rauchkammer, Siederöhren und Schornstein
befandet sich am vorderen Kesselboden, und es bedarf daher nur einer
Losung der Verschraubung dieses Bodens mit dem Kessel, um den ?
ganzen inneren Apparat herausziehen und auf das gründlichste von
Kesselstein reinigen zu können. Zugleich erlaubt diese Einrichtung
jegliche freie Ausdehnung des Feuerrohres und der Siederohre, da dieselben
nur einseitig gehalten sind. Die Maschine ist nicht direct auf
dem Kessel angebracht, sondern montirt sich mit ihren sämmtlichen
heilen auf einer soliden gusseisernen Grundplatte, welche ihrerseits
auf dem Kessel aufruht. Die Haltbarkeit des Kessels wird durch diese
onstructiop jedenfalls bedeutend vergrössert, und wenn schliesslich
wirklich der Kessel unbrauchbar geworden, ist die Maschine immer
noch als stabile Maschine zu verwenden.
Sehr geistreich, sowohl in der Idee, als auch in der Ausführung ist
auch der eigentümliche, sehr wirksame Regulator der Maschine (Requlateur
a compensateur, Systeme Denis). Derselbe hat doppelt wirken-(
en Uebertrager (direct und indirect), und zwar in solcher Weise angeordnet,
dass die Wirkungen beider üebertragungsmethoden in eigentümlicher
Weise einander compensiren. Bisher waren alle doppeltwirkenden
Uebertrager in der Weise construirt, dass die beiden Wirkungen
einzeln nach einander, zuerst die directe und dann die indirecte,
statthatten. Man suchte durch dieselben den Fehler der directen
Regulirung, die Geschwindigkeit der Maschine nur innerhalb gewisser,
mehr oder weniger enger Grenzen einzuengen, keineswegs aber
bei einer Abweichung der Geschwindigkeit von der normalen diese
letztere wieder herbeizuführen, und den der indirecten Regulirung,
stets in das entgegengesetzte Extrem hinein zu reguliren, zu vermei-