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MAK

Full text : Maschinenwesen und Transportmittel, Wiener Weltausstellung Heft 8

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Section  II.  a.  Werkzeugmaschinen.
Fortschritt,  zuzuschreiben  ist,  eine  Frage,  die  denn  auch  im  Laufe  der
Ausstellung  durch  den  internationalen  Patentcongress  eine  beachtenswerthe
  Prüfung  und  Beantwortung  gefunden  hat.

Im  Vergleich  hierzu  konnte  die  englische  Ausstellung  nicht  als
völlig  gelungen  bezeichnet  werden;  besonders,  wenn  man  sich  der  Vertretung ­
  Englands  auf  den  früheren  Weltausstellungen  erinnert  um
seiner  wirklichen  Verdienste  im  Werkzeugmaschinenbau,  die  vor  allem
in  der  Beherrschung  von  Form  und  Farbe,  in  der  Entwickelung  eines
eigentlichen  Maschinenbaustyls  ganz  unbestritten  sind;  die  hervorragendsten ­
  Fabrikanten  waren  entweder  gar  nicht  vertreten  (Whitworth),
  oder  sie  Hessen  durch  die  Auswahl  ihrer  Maschinen  einen
entschiedenen  Stillstand  merken  (Sharp  Stewart  &  Co.),  woneben
einige  Etablissements  zweiten  Banges  mit  einer  übergrossen  Zahl
mittelmässiger  Leistungen  den  Baum  erfüllten  und  den  Besucher  ohne
Noth  ermüdeten.  Nur  die  Firma  deBergue&Co.  hatte  eigentlich
den  englischen  Maschinenbau  für  Metallbearbeitung  nach  seiner  wahren
Entwickelung  seit  1867  würdig  vertreten,  sowie  dies  für  die  Holzbearbeitungsmaschinen ­
  durch  Eansome  &  Co.  in  hervorragender  Weise
geschehen  war.

Der  Werkzeugmaschinenbau  Deutschlands  repräsentirte  sich
seiner  dermaligen  Blüthe  angemessen  und  zureichend  besonders  durch
die  bewundernswerthen  Leistungen  Ducommun’s  (Muhlhausen),  durc
die  fast  vollzählig  erschienenen  Chemnitzer  Etablissements  sowie
durch  die  Offenbacher,  Augsburger  und  Karlsruher  Fabriken.
Wohl  fand  sich  hier  manche  neue  und  originelle  Construction  (Ei  edinge ­
  r’s  Bäderschneidemaschine,  die  Specialmaschinen  zur  Bearbeitung
von  Locomotivrädern  bei  Sondermann  &  Stier,  die  Holzbearbeitungsmaschinen ­
  von  Gebr.  Schmaltz  &  Co.),  aber  doch  herrschte  die  Anlehnung ­
  an  englische  und  amerikanische  Vorbilder  noch  immer  vor,
ia  in  einigen  Fällen  ergaben  sich  durch  eilfertige  Imitation  ausländischer ­
  Erfindungen  noch  während  der  Ausstellung  verdriessliche  Auseinandersetzungen. ­
  Für  künftige  Ausstellungen  möchte  den  deutschen
Fabrikanten  übrigens  zu  rathen  sein,  die  einzelnen  Objecte  der  Betrachtung ­
  besser  zugänglich  zu  machen,  sowohl  durch  mindere  Anhäufung
als  auch  durch  zeitweilige  Ingangsetzung  derselben.

Frankreichs  Ausstellung  konnte  weder  nach  Zahl  noch  Qualität
der  Objecte  völlig  befriedigen;  nur  Weniges  war  zu  finden,  das  nicht
schon  1867  gezeigt  worden  wäre,  so  dass  zu  einem  Urtheil  über  ie
letztjährigen  Fortschritte  im  Werkzeugmaschinenbau  fast  gänzlich  das
Material  fehlte.  Am  besten  war  noch  die  Fabrikation  der  Holzbearbeitungsmaschinen ­
  vertreten  (durch  Perin,  Arbey  &  Co.  und  Andere),
            
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