328
Gi upjie XVIII. Bau- u. Civil-Ingenieurwesen.
1. in der Errichtung eines wasserfreien Damms quer durch den
ürsee nsflir-.Ti vrnn A m _l Ti i • -■ ..
o quer aurcn
Zindersee osthch von Amsterdam und Erbauung in demselben die nö-
igen Schifffahrtsschleusen und Entwässerungsmaschinen 4 Sehiff-
iahrtsschleusen neben einander von 10'25, 14’25, 18'25 und 14-25 m
Weite in den Thoren, in den Häuptern auf Pfahlrost mit Steinboden
in den Kammern hingegen mit Böden aus Faschinen und Steinbewurf
sowie drei Wasserhebungs-Dampfmaschinen;
2. in der Durchstechung der an der Nordsee westlich von Amster
dam gelegenen Dünen und Einrichtung von drei neben einander lie-
?n“i i qT S * urmthorei1 seewärts versehenen Schifffahrtsschleusen von
10 4, 18-4 und 12-4 m Weite zwischen den Thoren;
3. in der Abgrenzung der Wasserfläche des Y durch die Canal
damme in einzelne Polder und Entwässerung derselben in ähnlicher
Weise wie es vor einigen Jahren mit dem Harlemer Meere geschehen
Zu diesen Canaldämmen gebraucht man etwa die dreifache
lasse Erdmaterial, welche dieselben über dem Boden bei fertigem
Werke zeigen; ö
4. in der Anlage eines Seehafens an der sandigen Dünenküste
am westlichen Endpunkte des Canals.
. Dle Anla ® e dieses Hafens verdient besonderer Erwähnung. Er
springt vor den in ununterbrochener Linie nordnordöstlich sich hin
ziehenden Sandstrand Nordhollands kesselartig vor und besteht aus zwei
m grosser gegenseitiger Entfernung von einander beginnenden Hafen
molen welche sich 1500 m weit in die See erstrecken und die Tiefe
von m unter mittlerer Ebbe erreichen; sie sind an ihren Enden
' umgebogen und lassen einen Hafeneingang von
m Weite offen. Die Wassertiefe in dem von den Hafendämmen
umgrenzten Kessel soll durch Baggerung auf die Sohlentiefe des Canals
gebiacht werden. Die Querschnitte der Hafendämme sind mit fast
senkiechten Wanden aus Betonquadern hergestellt worden, ruhen
a er in ihren seewärts liegenden Theilen nicht direct auf dem Sande,
sondern auf einem Sturzbette von losen Steinen, denen man Zeit giebt
eine Ruhelage durch Einsinken in den Untergrund anzunehmen. Diese
Hafenanlage wird unzweifelhaft eine starke ' reducirende Kraft in Be
zug auf die Meereswellen haben. Man glaubt, dass eine störende Ver-
san ung desselben bei den eigentümlichen Strömungen entlang der dor-
igen Küste nicht emtreten werde. Interessant und für ähnliche Bau
ten folgewichtig ist die Annahme des steil begrenzten Querprofils der
Hafendamme aus Betonquadern auf einer auf Sand ruhenden Stein-
sturzung.
Interessant auch in Bezug auf den Wasserbau ist die augenblick
lich ebenfalls in der Ausführung begriffene Eisenbahnhofanl age zu
Amsterdam. ö