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Full text: Bau- und Civil-Ingenieurwesen, Wiener Weltausstellung Heft 9

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Gi upjie XVIII. Bau- u. Civil-Ingenieurwesen. 
1. in der Errichtung eines wasserfreien Damms quer durch den 
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Zindersee osthch von Amsterdam und Erbauung in demselben die nö- 
igen Schifffahrtsschleusen und Entwässerungsmaschinen 4 Sehiff- 
iahrtsschleusen neben einander von 10'25, 14’25, 18'25 und 14-25 m 
Weite in den Thoren, in den Häuptern auf Pfahlrost mit Steinboden 
in den Kammern hingegen mit Böden aus Faschinen und Steinbewurf 
sowie drei Wasserhebungs-Dampfmaschinen; 
2. in der Durchstechung der an der Nordsee westlich von Amster 
dam gelegenen Dünen und Einrichtung von drei neben einander lie- 
?n“i i qT S * urmthorei1 seewärts versehenen Schifffahrtsschleusen von 
10 4, 18-4 und 12-4 m Weite zwischen den Thoren; 
3. in der Abgrenzung der Wasserfläche des Y durch die Canal 
damme in einzelne Polder und Entwässerung derselben in ähnlicher 
Weise wie es vor einigen Jahren mit dem Harlemer Meere geschehen 
Zu diesen Canaldämmen gebraucht man etwa die dreifache 
lasse Erdmaterial, welche dieselben über dem Boden bei fertigem 
Werke zeigen; ö 
4. in der Anlage eines Seehafens an der sandigen Dünenküste 
am westlichen Endpunkte des Canals. 
. Dle Anla ® e dieses Hafens verdient besonderer Erwähnung. Er 
springt vor den in ununterbrochener Linie nordnordöstlich sich hin 
ziehenden Sandstrand Nordhollands kesselartig vor und besteht aus zwei 
m grosser gegenseitiger Entfernung von einander beginnenden Hafen 
molen welche sich 1500 m weit in die See erstrecken und die Tiefe 
von m unter mittlerer Ebbe erreichen; sie sind an ihren Enden 
' umgebogen und lassen einen Hafeneingang von 
m Weite offen. Die Wassertiefe in dem von den Hafendämmen 
umgrenzten Kessel soll durch Baggerung auf die Sohlentiefe des Canals 
gebiacht werden. Die Querschnitte der Hafendämme sind mit fast 
senkiechten Wanden aus Betonquadern hergestellt worden, ruhen 
a er in ihren seewärts liegenden Theilen nicht direct auf dem Sande, 
sondern auf einem Sturzbette von losen Steinen, denen man Zeit giebt 
eine Ruhelage durch Einsinken in den Untergrund anzunehmen. Diese 
Hafenanlage wird unzweifelhaft eine starke ' reducirende Kraft in Be 
zug auf die Meereswellen haben. Man glaubt, dass eine störende Ver- 
san ung desselben bei den eigentümlichen Strömungen entlang der dor- 
igen Küste nicht emtreten werde. Interessant und für ähnliche Bau 
ten folgewichtig ist die Annahme des steil begrenzten Querprofils der 
Hafendamme aus Betonquadern auf einer auf Sand ruhenden Stein- 
sturzung. 
Interessant auch in Bezug auf den Wasserbau ist die augenblick 
lich ebenfalls in der Ausführung begriffene Eisenbahnhofanl age zu 
Amsterdam. ö
	        
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