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Full text: Bau- und Civil-Ingenieurwesen, Wiener Weltausstellung Heft 9

Section III. Strassen-, Brücken- u. Eisenbahnbau. 361 
Pflasterungsart den Vorzug. haben, dass zur Beseitigung von Ver 
sackungen des Pflasters nur ein Nachstopfen des Kieses in den Zwischen 
räumen durch geeignete Instrumente erforderlich ist und ein Aufnehmen 
des Pflasters ganz vermieden wird. 
Zur Verbesserung der Strassenlaternen hat Skelton in 
London den oberen Theil der Scheiben jalousieartig gebildet und die 
Glasstreifen so gestellt, dass durch Spiegelung ein Theil des sonst 
nach obenhin entweichenden Lichtes auf die Strasse zurückgeworfen wird. 
5. Niveauübergänge über Eisenbahnen. 
Zur Sicherheit der Wärter an Niveauübergängen auf Eisenbahnen 
ist es wünschenswerth, dass die Barrieren beider Seiten von einer Seite 
aus geöffnet und geschlossen werden können. Nicolas Libotte in 
Silly bei Charleroi (Belgien) hat eine solche Barriere ausgestellt. Die 
beiderseitigen Schlagbäume sind durch Wellen, die unter dem Bahn 
planum liegen, verbunden; der ganze Apparat zeichnet sich diu ch 
Einfachheit aus. Die einzige Unannehmlichkeit dürfte dabei sein, dass 
die Gegengewichte und Stangen zum Theil ziemlich tief in die Erde 
hineinreichende Kasten haben müssen, um den Baum für ihre Bewegung 
frei zu halten. 
Saxby & Farmer in London haben in einem ausgestellten Modell 
ihres bekannten InterlocMng - Apparates eine Wegeübergangsbar 
riere mit dem betreffenden Haltesignal so in Verbindung gebracht, dass 
nur bei geschlossener Barriere das Fahrsignal gegeben werden kann. 
6. Brückenbau. 
Die hierzugehörigen Gegenstände sind zur besseren Vergleichung 
in mehrere Gruppen gebracht worden und zwar: 
a. Vorrichtungen zur Prüfung von Baumaterial. 
Die vom Ministerium der öffentlichen Arbeiten in Frank 
reich ausgestellte Vorrichtung zur Prüfung der rückwirkenden Festigkeit 
von Baumaterialien (Steinen, Ziegeln, Cementklötzen) besteht in einem 
schmiedeisernen grossen ungleicharmigen Hebel, der an seinem langen 
Arme durch ein festes und ein verschiebbares Gewicht belastet wird. 
Durch Vorrücken des letzteren kann der Druck am anderen Ende stetig
	        
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