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Full text: Bau- und Civil-Ingenieurwesen, Wiener Weltausstellung Heft 9

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Gruppe X\III. Bau- u. Civil - Ingenieurwesen. 
ist mit diesen Operationen noch ein Kippen um den Drehzapfen ver 
bunden, wodurch die Führungsräder zum Contact und zum Tragen 
kommen. 
Wenn man erwägt, dass bei einem continuirlichen Träger über 
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zwei gleiche Oeffnungen der Mittelpfeiler B — des. Gewichts G der 
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Brücke beträgt, jeder Endpfeiler nur — G, und wenn heim Senken der 
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Enden eine Durchbiegung <5 eintritt, so ist die Arbeit beim Senken 
3 ö 
beider Enden 2 die verloren geht, und beim Heben und 
Feststellen neu erzeugt werden muss. Findet das Lösen durch Heben 
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des Drehzapfens statt, so muss die Last --— G um ö gehoben werden, 
o 
wobei sie bis auf G anwächst. Die aufzuwendende Arbeit ist daher 
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— G5, die beim Feststellen verloren geht. Die Arbeitsquantitäten ver 
halten sich also wie 3: 13 zu Ungunsten des Hebens des Drehzapfens. 
Werden Mechanismen angewendet, diese Arbeit bei der einen Operation 
aufzusammeln und bei der anderen wieder zu verwerthen, so werden 
immer noch die als Reibung verbleibenden Procentsätze dasselbe Ver- 
hältniss haben. Hiernach sind für die Einrichtung der Zapfenhebung 
stets besondere Yeranlassungen aufzuführen. 
Eine äusserst einfache Vorrichtung zumOeffnen und Schliessen der 
Brücke zeigt eine von der Seebehörde in Triest im' Modell ausgestellte 
Drehbrücke. Die auf drei Pfeilern sicher lagernde Brücke wird durch 
den mittelst Schraubenwinde herausgeschraubten conischcn starken 
Drehzapfen im Schwerpunkte erfasst und gehoben. Da der Drehzapfen 
beim Heben rotirt, so nimmt er durch Reibung im Spurlager die Brücke 
mit, sobald sie genügend gehoben ist und dreht sie um 90°. In dieser Lage 
wird die Brücke durch ein Hinderniss festgehalten, und hebt sich nun 
bei fortgesetztem Drehen noch um so viel, dass die rückgängige Opera 
tion ohne Anstossen an die Auflager vor sich gehen kann. Nach Schluss 
der Brücke bewirkt ein fortgesetztes Rückdrehen die vollständige Sen 
kung auf diö Auflager, und Entlastung des Drehzapfens. Die Brücke 
hat nur eine Schifffahrtsöffnung und sind zwei Pfeiler vereinigt. Die 
Arbeiter zum Drehen befinden sich auf dem Endpfeiler, und wird die 
Arbeit durch eine Welle fortgepflanzt. Wenn auch hier einerseits das 
Heben der Brücke im Schwerpunkt mehr Arbeit erfordert als das Sen 
ken der Enden erfordert haben würde, und dadurch die Zeit zum 
Oeffnen der Brücke verlängert und die Operation vertheuert wird, so 
wird andererseits durch Verbleiben der Arbeiter an Einem Ort durch 
Continuität der Drehung für alle Operationen wieder an Zeit gespart, und 
es mag das Princip für den Fall, dass die Brückenbahn recht steif ist,
	        
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