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Full text : Industrie der Stein-, Thon- und Glaswaaren, Wiener Weltausstellung Heft 10

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Section  I.  Steinwaaren.
Kalk  und  Magnesiacement  in  Scandriano,  sowie  ihnen  der  Neo-Silexore
  von  Mignot  in  Paris  verwandt  sein  wird.  Der  Pariancement
  von  A.  H.  Lavers  in  London  soll  nur  ein  mit  Alaunwasser  angerührter ­
  und  dann  nochmals  gebrannter  Gyps  sein.
Es  war  eine  grosse  Menge  Schleifsteine  eingesandt  worden,
unter  welchen  wir  die  künstlichen  weiter  unten  besprechen,  hier  aber
die  runden,  gröberen,  meist  aus  Sandstein  bestehenden  und  dann  die
Wetzsteine  und  überhaupt  die  flachen,  meist  feinen,  aus  Kieselthon  oder
Kieselkalk  bestehenden  einer  Durchsicht  zu  unterziehen  haben.
Die  Anfertigung  der  ersteren  ist  in  Deutschland  ohne  fabrikmässigen
Apparat  zumeist  auf  das  Vorkommen  des  bunten  und  Keuper-Sandsteins ­
  basirt.
Aus  Bergzabern  hatte  L.  Weyer,  die  Gebr.  Kelle  rund  dieKaiserlicheForstverwaltungin
  Elsass-Lothringen  ein  Assortiment  der  dort
für  grossen  Umsatz  angefertigten  runden  Schleifsteine  eingesandt;  desgleichen ­
  hatten  die  Steinhauergewerkschaftin  Büdingen,  dann  C.  Mosqua
  in  Hildesheim,  G.  M.  K.  Ankenbrand  in  Eltmann  in  Bayern  und
Fr.  Per  da  in  Weissenhof  bei  Klosterneuburg  ihre  tadellose  Waare
ausgestellt.  Aus  Amerika  aber  waren,  wie  erklärt  wurde,  mit  mechanischen ­
  Vorrichtungen  bearbeitete  Schleifsteine  von  J.  E.  Mitchell  in
Philadelphia  und  von  J.  Mc.  Dermoth  &  Co.  in  Cleveland  ausgestellt.
Wetzsteine  lieferten  die  nicht  unbedeutenden  Geschäfte  von  M.
Schärfl  &  Co.  im  Untefammergau,  200  000  Stück  jährlich;  J.  Troll
in  Schwarznach  in  Vorarlberg,  J.  Braun  &  Söhne  in  Völklabruck,
J.  Gamsjäger  &  Co.  in  Ischl;  in  Italien  Chiodelli  &  Donadoni  und
zwei  andere  Firmen  in  Pradalungo  bei  Bergamo,  C.  Taddei  in  Palazzago.
  Aus  Belgien  waren  jene  schwarzweissen  Abziehesteine,  die  zur
Zeit  der  Herrschaft  des  Gänsekiels  auf  keinem  Schreibtisch  fehlten,  von
Ch.  Dupierry  &  Co.  in  Viel  Salm,  andere  feine  Steine  von  H.  Bischmeyer ­
  &  Co.  in  Hamburg  und  von  Escher  &  Co.  in  Sonnenberg  ausgestellt ­
  worden.
Bedeutender  ist  die  Fabrikation  von  künstlichen  Schleifpräparaten
aus  Naxossmirgel.  Dieser,  bekanntlich  aus  krystallisirter  Thonerde
bestehend,  kommt  dort  in  mächtigen  und  leicht  ausbeutbaren  Ablagerungen ­
  auf  der  Oberfläche  des  Kalkgebirges  vor  und  wird  dann  in
England  und  Deutschland  weiter  verarbeitet  theils  durch  Mischung  mit
Thon,-mit  welchem  er  zu  Schleif-und  Wetzsteinen  geformt  und  gebrannt
wird,  theils  gemischt  mit  Colophonium  zu  Smirgelfeilen  und  Bädchen
oder  auf  Papier  oder  Leinwand  aufgetragen  zu  den  entsprechenden
Polirpräparaten.  Einer  der  bedeutendsten  Fabrikanten,  der  indess
nicht  ausgestellt  hatte,  ist  P.  Fuchs  in  Bansbach,  IJbtqos  <5oüf  sv
Pavgßör/jj  ntxQu  rrj  IJaQaQQrjvi.ee  nakti  Koß.Uv.  wie  ihn  der  griechische ­
  Bericht  bezeichnet.  Es  sind  ferner  zu  nennen  die  Gebr.  Kn  öd-
            
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