420 Gruppe IX. Industrie der Stein-, Thon- u. Glaswaaren.
Auf diese Firma folgten Bailly & Co. Dupety, Theurey-
Gueuvin, Buchon & Co., Gaillard aine; Petit et llalbou, alle
drei in Laferte, Chasing, Peyrot & Co. in Domme (Dordogne) und
J.Moulin in Epernon und Maintenon (Eure-et-Loire) hatten gleichfalls
gut gearbeitete Steine geliefert, die Masse kommt aber der von Laferte
bei Weitem nicht gleich.
Italien hatte gleichfalls Steine aus französischem Quarze ausge
stellt, die aber sowohl durch schlechte Auswahl der Stücke als durch
mangelhafte Arbeit sich einer Preisertheilung entzogen, dagegen ver
dienten die von Ferrati & Yitali in Brescia und Ces china & Busi,
gleichfalls in Brescia, aus Puddinggestein zusammengesetzten Steine, die
für die dortige gewöhnliche Müllerei gute Dienste leisten und gut ge
arbeitet waren, eine Anerkennung.
Oesterreich. Ausser der bereits erwähnten Firma von Sch wart z
& Sohn in Wien zeichneten sich besonders die von J. Oser in Krems
ausgestellten Steine aus. Derselbe hatte verschiedene Neuerungen bei
seinen Steinen angebracht, Neuerungen, die jedenfalls auf ein ernstes
Denken und reges Bestreben, Verbesserungen einzuführen, schliessen
lassen, über deren wirklichen Nutzen ich mich jedoch heute nicht unbe
dingt aussprechen mag, man müsste diese Steine erst arbeiten sehen.
Er hatte z. B. ein Paar französische Steine mit conischer Mahlbahn, einen
convexen Stein, der in einem eoncaven lief, und der nach der Meinung
des Fabrikanten zur Grieserzeugung viel vortheilhafter sein soll, als
mit flacher Mahlbahn, ferner hatte er einen Läuferstein ohne Herzstück
und einen Bodenstein mit tiefer liegendem Herz, wodurch nach seiner
Meinung dem Müller unnöthiger Kraftaufwand und Arbeit entfällt.
Oser ist auch derjenige, der zuerst versucht hat, Quarzsteine, die
in Oesterreich Vorkommen, zu Mühlsteinzwecken zu benutzen, die von
ihm verwandte Masse hat aber zu wenig Porosität und Schärfe, immer
hin aber verdient er dafür eine ganz besondere Anerkennung, die ihm
auch seiner Zeit durch die Verleihung des goldenen Verdienstkreuzes
mit der Krone Seitens Seiner Majestät des Kaisers Franz Joseph zu
Theil geworden ist.
Die zu den Steinen von Oser verwandtenCarreaux waren sämint-
lich aus den Brüchen von Roger aus Laferte. Es folgten hierauf die
Steine von Hübner & Opitz in Pardubitz, die ganz vorzüglich gearbei
tet waren, und das Material aus den Brüchen von Fa uqueux in Laferte,
dann Gebr. Israel in Wien, deren Steine wohl gut gearbeitet waren,
aber deren Masse jedoch sich nicht besonders auszeichnete, und schliess
lich Johann Mayr & Co. in Wallsee.
Ungarn. Ueher die beiden hauptsächlichen Aussteller dieses Landes,
Schwartz & Sohn in Wien, die gleichfalls als Svartz&Co. in Ungarn