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Full text : Industrie der Stein-, Thon- und Glaswaaren, Wiener Weltausstellung Heft 10

424  Gruppe  IX.  Industrie  der  Stein-,  TI1011-  u.  Glaswaaren.
ihrer  eigentümlichen  Farbe  durchblicken  lässt  oder  undurchsichtig
nur  die  Farbe  der  Glasur  selbst  zeigt.
Wir  erhalten  so  folgende  Uebersieht  der  Gesammt-Thonfabrikate:
I.  Thonwaaren.
A.  unglasirte:  gewöhnliche  und  feuerfeste  Ziegel,  Terracotta,  Hydrokerame,
  Alkaraza,  gewöhnliche  Blumentöpfe,  manche  Wasserleitungsröhren, ­
  Thonpfeifen,  Schmelztiegel,  Gasretorten,  auch  die  lackirten
Siderolithe  gehören  hierher;  /
B.  glasirte:
a.  mit  durchsichtiger  ungefärbter  oder  gefärbter  Glasur,
cc.  auf  röthlichem  oder  gelblichem  Thongrund:  gewöhnliches
Töpfergeschirr,  Wasserleitungs-  und  Abtrittsröhren  zum  Theil;
ß.  auf  weissem  Grund,  auch  wenn  derselbe  durch  Beguss,  engpbe,
entstanden  ist.  Hierher  gehören  alle  jenen  Fabrikate  wie  Steingut, ­
  Hartsteingut,  Halbporeellan,  feine  Fayence,  Opaque,  Wedgwood, ­
  Earthenware,  Flintware,  Ironstone,  Witglaze,  Pearlglaze,
Creamcolour,  Terre  de  pipe,  Porcelaine  opaque,  China,  Granit
und  die  Henri  II.  benannten  Waaren.
b.  mit  undurchsichtiger,  meist  Zinnglasur,  wodurch  die  Farbe  des
Untergrundes  verdeckt  und  gleichgültig  wird;
05.  mit  weisser  Glasur:  eigentliche  Fayence,  Majolica,  Palissy,
glasirte  de  la  Robbia,  viele  Oefen,
ß.  mit  farbiger  Glasur:  gleichfalls  meist  braune  Fayence,  viele
Oefen.
II.  Steinwaaren.
A.  unglasirte:
a.  weisse,  Porcellanbiscuit,  Parian,  Lithophanien,  Ivory,
b.  farbige  Steinmassen:  Chromolith,  Mosaikplatten  und  Mosaikwürfel ­
  von  Mettlach  und  von  Minton,  auch  künstliche  Pflastersteine ­
  ;
B.  glasirte:
a.  mit  gefärbter  thoniger  Glasur:  manches  Steinzeug,  Kruggeschirr, ­
  zum  Theil  Lambethwaaren,
b.  durch  Glasuranflug:  Steingeschirr,  Krüge  des  16.  und
17.  Jahrhunderts,  Lambeth-  und  Stoneware,  Gres-Cerame,
c.  mit  durchsichtiger  ungefärbter  Glasur:  Porcellanund
zwar  hartes  Feldspathporcellan,  wie  fast  sämmtlicher  eontinentalen
  Fabriken,  odei’  weiches  Fritt-  und  Knochenporcellan,  wie
letzteres  der  englischen  Fabriken.
Wenn  ursprünglich  nur  die  Flachländer  und  breite  Flussthäler  auf
künstliche  Steine  angewiesen  schienen,  so  dringt  seit  einigen  Jahrzehnten
            
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