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Full text: Industrie der Stein-, Thon- und Glaswaaren, Wiener Weltausstellung Heft 10

430 Gruppe IX. Industrie der Stein-, Thon- u. Glaswaaren. 
Die aus Spanien von P. Cueurny in Barcelona ausgestellten Gas 
retorten , Schmelztiegel und sonstigen Refractärwaaren lehrten diese 
Fabrik nicht nur als eine der bedeutendsten Spaniens, sondern als eine 
ganz auf der Höhe des übrigen Europas stehende kennen. 
Von Moskau hatte M. Stepanoff eine lobenswerthe Gasretorte 
ausgestellt. 
An sonstigen feuerfesten Fabrikaten, insbesondere Schmelztiegeln 
sind die Producte der folgenden Firmen hervorzuheben: 
Aus Krain hatten die Berg- und Hüttenwerke in Johannisthal 
unter anderen belgische und schlesische Zinkmuffeln; aus Steiermark 
die Gesellschaft für Eisenindustrie, aus Mähren die Fürstlich 
Salm’sehen Eisenwerke in Blanska und die Fabrik von Gessner, 
Pahl & Co. in Müglitz, und aus Ungarn die Königl. Staatsbahn 
gesellschaft grossentheils sehr schöne Fabrikate gebracht. 
Aus dem Deutschen Reich waren die hessischen Gross-Almeroder 
Thone durch die v. Waitz’sche Bergwerksverwaltung in Hirsch 
berg, die Gross-Almeroder Gewerkschaft, die Gebrüder 
Gundlach und die W. Gundlach&Sohn durch altbewährte hessische 
Tiegel und sonstige feuerfeste Fabrikate vertreten. 
Ch. Claus in Genf hatte alle für Goldschmiede, Emailleure und 
Uhrmacher dienlichen Tiegel, Muffeln, Röhren zum Kettenlöthen u. s. w. 
sowohl für Kohlen- als Gasfeuerung in einer $ehr interessanten Suite 
zur Ausstellung gebracht. 
N. J. Dor in Ampsin bei Huy (Belgien) hatte Zinkretorten, und 
als eine Neuerung solche, welche gepresst waren und dadurch längere 
Dauer vor den anderen voraus haben sollten, und Sinai Smal in An- 
denne Formsteine für alle Arten metallurgischer Oefen vorgelegt. 
Die von L. Portö in Perezuela in Spanien ausgestellten Schmelz 
tiegel waren unmittelbar aus einem natürlichen glimmerreichen Thon 
gefertigt. Aus Rio deJaneiro hatten E b e r a r d & S ö h n e gleich 
falls Schmelztiegel von gutem Aeusseren ausgestellt. 
Von der Dauerhaftigkeit der Graphittiegel legte ein über die 
derartigen Fabrikate von A. F. C. Bessel in Dresden durch das königl. 
sächsische Münzamt ausgestelltes Schriftstück Zeugniss ab, indem es 
besagt, dass jeder Tiegel durchschnittlich 21, ja bis 37 Einsätze ä 475 Kg 
Silber ausgehalten, im Ganzen also 10 000 bis 17 500 Kg Silber ver 
schmolzen habe. Solche waren aus den uralten Fabriksorten Hafner-
	        
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