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Volltext: Industrie der Stein-, Thon- und Glaswaaren, Wiener Weltausstellung Heft 10

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Section II. Tlionwaaren. 
Tragsteine vertheilt, deren Oberfläche eine Rinne und einen Absatz hat, 
durch welche eine darauf gelegte Röhre eine feste Lage und Anstoss 
erhält. Diese Röhre aus fetter Thon- und Porcellanerde in gleichblei- 
bender Composition ist es, welche durch ihre Schwindung den Hitzgrad 
empirisch anzeigt. Es ist nämlich in dieselbe ein Nagel von stark 
gebranntem und dadurch indifferent gewordenem feuerfesten Thon 
o-esteckt, dessen Kopf sich an die Mündung der Röhre andrückt, wah 
rend sein anderes Ende aus derselben vorsteht und durchlocht ist, um 
eine feine Drahtschnur zu befestigen. Diese läuft nun in Verlängerung 
des Nagels durch eine Oeffnung in der Ofenwand, ausserhalb derselben 
aber über eine kleine Rolle, welche eine gemeinschaftliche Achse mit 
einem Zeiger hat, und ist an ihrem Ende durch ein Gewicht beschwert 
und gespannt. Man sieht, dass sich mit der Schwindung des Rohrs 
von der beschwerten Schnur der Nagel vorwärts bewegt und die Rolle 
gedreht wird, mit dieser aber zugleich der vorher auf Null eines Ziffer 
blatts gestellte Zeiger sich vorwärts bewegt. Das Instrument ist kein 
allgemein gütiges oder mit einem solchen verglichenes Pyrometer, aber 
ein Pyroskop, aus dem sich der allmälige Gang des Ofens und sein 
höchster Hitzgrad an verschiedenen Stellen ersehen lässt und hat sich 
seit vielen Jahren in den verschiedenen Fabriken der Firma bewahrt 
und in steter Anwendung erhalten.
	        
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