Section ITT. Glasindustrie.
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Te uso her, beide in Bayreuth; und in Paris L. Audy. P. Rapte-
rosses in Paris zeichnet sich durch einen grossen Betrieb seiner aut
Perlen und Knöpfe gerichteten Fabrikation, durch seine schönen Farben
und Lüster aus. Ihm stehen die Gebr. Topart in Paris zur Seite.
Hohler, von innen vergoldeter Perlen hatte Businger in Paris eine
schöne Auswahl zur Stelle.
Zu grossem Erfolg hat man es mit der Nachahmung edler
Perlen (Muschelperlen) gebracht, welche bekanntlich entweder aus ge
drehten Alabasterkügelchen, welche mit Fischschuppenlüster überzogen
sind (römische Perlen), oder aus hohlen Glasperlen bestehen, welche im
Innern mit derselben Perlenessenz bekleidet und mit Wachs ausgefüllt
sind. Von letzterer wesentlich verbesserter Art waren ganz ausgezeich
nete Producte von C. Val es in Paris ausgestellt, so dass sie an Ansehen
und Gewicht nicht von den natürlichen Perlen zu unterscheiden waren.
Künstliche Edelsteine bestehen meist aus gewöhnlichen,
sorgfältig bereiteten und durch Metalloxyde gefärbten Glasflüssen,
während die echten meist aus kieselsauren Thonerdeverbindungen be
stehen, welche fast unschmelzbar sind. Steine erster Art waren in
grosser Schönheit, Reinheit und Grösse ausgestellt von Regat fils,
Gebr. Appert, Gebr. Topart, alle in Paris, ferner von J. Ruf
in Prag.
Allein auch künstliche wirkliche Edelsteine mit einer Thonerdebasis,
welche nicht bloss im Ansehen, sondern auch in ihrem physikalischen
Verhalten den echten gleich sind, waren einem französischen Fabrikanten,
C. Feil in Paris, zu machen gelungen, nachdem er eine grosse Anzahl
verdienstlicher Versuche auf trockenem Weg angestellt hatte. Nicht
minder vortrefflich waren seine Gläser zu optischen Zwecken.
Ganz ausgezeichnete Blumen UUS GläS hatte F. Georgi in
Charlottenburg mittelst eines eigenthümlichen Verfahrens angefertigt,
indem dieselben vor der Lampe geblasen, geschnitten und dann mit
Farbe überzogen werden, und so trotz des schwierig zu behandelnden
Materials grosse Naturtreue besitzen. Sie lassen sich in dieser Bezie
hung nicht mit den Blumen, welche die Venetianer für Lüster und
Armleuchter anfertigen, vergleichen.
Wenn früher das Glasgespinnst ziemlich brüchig war, so ist
es jetzt J. Brunfaut in Wien gelungen, eine Glaswolle zu verfertigen,
welche bei bewundernswerther Feinheit und Elasticität die Durehsiehtig-
♦ keit und den Glanz des Glases und die Spinnbarkeit der Baumwolle be
sitzt, Die daraus gefertigten Stoffe, Kirchenparamente, sind prachtvoll.
Auch die Gesellschaft der vereinigten Glashütten Venedigs
hatte schöne Glasgewebe ausgestellt.