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Grupj)e XIV. Wissenschaftliche Instrumente.
2. Die zu allgemeinem Gebrauche dienenden
Messinstrumente.
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So mannigfaltig die Messinstrumente auf den ersten Anblick erschei
nen mögen, so ist dies doch mehr durch deren Anpassung an speeielle
Zwecke als durch die Verschiedenheit der zu messenden Grössen hervor
gerufen. Im Allgemeinen sind es immer nur Längen-, Gewichts-, Win
kel- und Zeitgrössen, die in den verschiedenartigsten Untersuchungen
durch Messungen zu ermitteln sind. Es wird hierdurch gerechtfertigt
erscheinen, zunächst die zu solchem allgemeinen Gebrauch dienenden
Instrumente voranzustellen, und auf die besonderen Zwecken dienenden
Instrumente in besonderen Abtheilungen zurückzukommen. Ausge
schlossen bleiben hier die Zeitmessinstrumente, insoweit dieselben in
dem Referat über die zur Ausstellung gebrachten Uhren und Chrono
meter besonders zur Besprechung kommen.
Längenmaasse. Maassstäbe zu Längenmessungen waren in allen
Abstufungen der Vollendung, wie solche eben je nach den Anwendungen
erforderlich sind, vertreten. Es war gesorgt für das Bedürfniss des
Verkehrs, für das der Gewerbetreibenden und, durch correct ausgeführte
Präcisionsmaassstäbe, für das Bedürfniss des Geodäten und des Physikers.
In Frankreich ist die Herstellung der Maassstäbe eine schon seit langer
Zeit geübte Specialität. Die Herstellung gewöhnlicher Maassstäbe ist
zu einem nicht unbedeutenden Fabrikationszweige herangewachsen.
Es giebt Fabriken, wie die von Jacquemin Verguet freres, St.
Claude, Jura, die eine Jahresproduction von 6 Mill. Stück Maassstäben
nachweisen können. Die von der gleichen Firma zur Ausstellung ge
brachten Maassstäbe überraschten durch die Eleganz in der Ausführung
und durch die Billigkeit der Preise. Auch die Präcisionsmaassstäbe
waren durch ein von Dumontin Froment ausgestelltes Normalmeter
und durch Stahlmeter, mit Endflächen und mit Strichmaass, von Lelievr e
und von Barbier glänzend vertreten. Die Ausdehnungscoefficienten
des Materials waren angegeben, nicht aber die Temperatur, in der die
Copien vom Normalmeter gemacht wurden. Ueberhaupt kann aber
hier nicht von einer Prüfung, sondern nur von dem die Rede sein, was
der Anblick bietet.
Im Deutschen Reiche fehlt es längst nicht an Werkstätten, die vor
trefflich ausgeführte Präcisionsmaassstäbe lieferten, man darf nur an
Breithaupt in Cassel, Repsold in Hamburg, Reichenbach und
Ertel in München, Pistor in Berlin und an die jüngeren Firmen
erinnern. Vertreten in der Ausstellung waren durch ein Normalmeter