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Full text: Wissenschaftliche Instrumente, Wiener Weltausstellung Heft 11

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Sec'tion I. Mathematische Instrumente etc. 
meridional befestigten und von einander isolirten Kupferstreifen, und 
durch aufschleifende Contacte erfolgt die Fortleitung der inducirten 
Elektricität. Ein principieller Unterschied besteht dennoch darin, dass 
irf dem v. Hefn er-Alteneck’schen Apparat die Wirkung des Magne 
tismus durch die inducirten Ströme fortwährend selbst erhöht wird, 
während man bei dem Gramme’schen Apparat auf den remanenten 
Magnetismus angewiesen bleibt, und andererseits darin, dass nach 
Gramme ein Ring von nicht unbedeutenden Dimensionen, bei 
v. Hefner-xilteneck ein weit kleinerer Cylinder in Rotation ver 
setzt wird. An dem v. Hefn er - Alt e n e ck’sehen Apparate ist nach 
der Angabe des Erfinders auch dies nicht einmal nöthig, indem man 
den Cylinder und die ihn umgebenen Windungen auf besondere Achsen 
stecken, und die Drahtwindungen für sich allein, bei feststehendem 
Cylinder, in Rotation versetzen kann. Es ist einleuchtend, dass dies 
bei grösseren Maschinen von besonderem Belange ist, weil hiermit die 
«• zu leistende mechanische Arbeit ohne Beeinträchtigung des elektrischen 
Effectes wesentlich vermindert und die Erwärmung des Ankers aus 
geschlossen wird. Vergleichende Messungen mit beiden Apparaten 
werden ohne Zweifel hierzu die Bestätigung bringen. 
Die Gesellschaft 1’Alliance in Paris brachte ebenfalls einen 
magnetoelektrischen Apparat, aber älterer und schon gelegentlich der 
Pariser Ausstellung besprochener Construction. Er steht an Leistungs 
fähigkeit gegen den v. Hefn er-Al ten e ck’sehen und Gramme - 
sehen zurück. 
Eine der Anwendungen kräftiger Elektromotoren soll gleich hier 
im Anschlüsse an diese Motoren zur Besprechung kommen, nämlich die 
zur Erzeugung elektrischen Lichtes. Selbstregistrirende elektrische 
Lampen waren von Siemens & Halske in zweierlei Constructionen 
ausgestellt, die eine für alternirende Ströme nach der. Angabe von 
Dr. Siemens, die andere, für gleichgerichtete und für Wechselströme 
anwendbar, nach v. H efn er - Alt e n e ck. Die Pariser elektrischen 
Lampen waren nach Foucault’s Angabe construirt; ihre vorzüg 
lichen Leistungen sind bekannt, waren aber schon bei der Pariser 
Ausstellung zur Besprechung gekommen. 
Die Lampe nach der Construction von Dr. Siemens steht auf 
einem Dreifusse und ist mit einem parabolischen Spiegel versehen. 
Sie enthält kein Räderwerk, sondern ein gezahntes horizontal liegendes 
Rad, auf dessen vertical stehender Achse die beiden Kohlenspitzen 
träger aufgeschraubt sind, der eine mit einer Mutter rechts geschnit 
tener, der andere für links geschnittene Schraubengänge. Das Rad 
wird durch Sperrklinken bewegt, die ihrerseits ihre Bewegung durch 
Elektromagnete erhalten, die auf polarisirte Eisenzungen je nach ihrer 
eigenen Polarisirung stärker oder schwächer wirken. Die Regulirung 
erfolgt dadurch, dass einer der Elektromagneten, der die Drehung der
	        
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