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Full text : Wissenschaftliche Instrumente, Wiener Weltausstellung Heft 11

518  Gruppe  XIV.  Wissenschaftliche  Instrumente.
Scheibe  im  Sinne  der  Entfernung  der  Kohlen  hervorbringt,  mit  wenigen
Lagen  dicken  Drahtes,  im  nämlichen  Stromkreis  wie  der  Lichtbogen
liegend,  versehen  ist,  während  der  Elektromagnet,  welcher  das  Nähern
der  Kohlenspitzen  zu  besorgen  hat,  aus  vielen  Lagen  dünnen  Drahtes
gebildet  und  so  eingeschaltet  ist,  dass  sie  einen  Nebenschluss  des  Lichtbogens ­
  von  weit  grösserem  Widerstand  wie  dieser  bilden.  Die  näheren
Details  können  nur  durch  Erläuterungen  an  Zeichnungen  erörtert
werden.  Es  mag  genügen  anzuführen,  dass  die  Lampe  mit  grosser
Präcision  arbeitet.
Die  Lampe  nach  der  Construction  von  v.  Hefne  r-  A11e  ne  ck
ist  noch  einfacher,  sie  ist  nach  der  Beschreibung  des  Erfinders  so  eingerichtet, ­
  dass  sie.  für  gleichgerichtete  wie  für  Wechselströme  gleich
anwendbar  erscheint.  Die  Regulirung  der  Länge  des  Lichtbogens
erfolgt  in  der  Art,  dass  die  Kohlenspitzen  bald  unter  dem  Einflüsse
des  Leber  gewichtes  des  oberen  Kohlenhalters  einander  genähert,  bald
duich  die  Thätigkeit  eines  kleinen  Elektromagneten,  welcher  durch
den  Licht  machenden  Strom  in  Wirksamkeit  gesetzt  wird,  wieder  von
einander  entfernt  werden.  Der  Elektromagnet  von  Hufeisenform  ist
mit  einem  vorliegenden  Anker  versehen,  welchen  eine  Spiralfeder  mit
regulirbarer  Spannung  von  den  Polen  des  Magneten  abzuziehen  und
gegen  einen  Ruheanschlag  zu  legen  sucht.  Mit  der  Anziehung  des
Ankers  durch  den  Elektromagneten  ist  für  die  Dauer  desselben  die
Schliessung  eines  Contactes  verbunden,  welcher  dem  elektrischen  Strom
an  den  Windungen  des  Elektromagneten  vorbeizugehen  gestattet.  Mit
dem  in  Folge  davon  eintretenden  Abfall  des  Ankers  wird  der  Contact
wieder  geöffnet,  der  Anker  wieder  angezogen  u.  s.  f.  Sobald  der  elektiische
  Strom  resp.  der  durch  ihn  im  Elektromagneten  hervorgerufene
Magnetismus  in  Folge  genügender  Näherung  der  Kohlenspitzen  kräftig
genug  geworden  ist,  um  die  Spannung  der  Spiralfeder  zu  überwinden,
wird  der  Anker  in  oscillirende  Bewegungen  versetzt,  welche  so  lange
anhalten,  bis  die  Stromstärke  wieder  unter  diese  Grenze  gesunken  ist.
Diese  hin  und  her  gehenden  Bewegungen  macht  ein  kleiner  Sperrkegel
mit,  welcher  dabei  successive  in  einer  Richtung  drehend  auf  ein  Sperriad
  mit  seinen  schräg  stehenden  Zähnen  einwirkt  und  so  durch  mit
dem  Sperrrade  in  Eingriff  stehende  Zahnräder  und  Zahnstangen  die
beiden  Kohlenhalter  —  dem  Uebergewicht  des  einen  derselben  entgegen ­
  wirkend  —  langsam  von  einander  entfernt.  In  Folge  der  damit
zusammenhängenden  Erhöhung  des  Widerstandes  des  elektrischen
Lichtbogens  und  Schwächung  des  elektrischen  Stromes  hören  die  oscillirenden
  Bewegungen  des  xVnkers  und  des  Sperrkegels  bald  wieder  auf
und  der  Anker  bleibt  an  seinem  Ruheanschlag  liegen.  In  dieser  Stellung ­
  wird  der  Sperrkegel  durch  einen  am  Gestell  der  Lampe  befestigten ­
  Stift,  an  dem  er  mit  einer  schrägen  Fläche  aufläuft,  gänzlich  aus
den  Zähnen  des  Sperrrades  gehoben;  das  Uebergewicht  des  oberen
            
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