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Section III. Chirurgische Technik u. Instrumente.
der Nadeln dient. — An den für die Ovariotomie bestimmten dicken
Trocars sind mehrfach Vorrichtungen zur Fixirung der Cystenwand
und zur Verhütung des Danebenfliessens des Cysteninhaltes angebracht
worden; so von Collin, Mathieu, Panas in Paris, Küchenmeister
in Dresden. Ebenso lagen mehrere Modificationen der Klemmen oder
Clamps vor; ferner Zangen von Pean, theils zur unblutigen Durch
quetschung, theils zum Durchbrennen von Adhäsionen bestimmt. —
Von anderen gynäkologischen Apparaten waren Pessarien und Hyste-
rophore begreiflicherweise in einer Reihe von Varianten vorhanden.
VIII. Geburtshülfliche Instrumente. Unter den ausgestell
ten verschiedenen Geburtszangen befanden sich auch die von Chas-
sagny und Roussel in Genf, bei denen beiden die Zugkraft der Arme
des Operateurs durch eine continuirlieh wirkende Schraubenkraft er
setzt ist. Ausser einigen anderen Verschiedenheiten differiren beide
Instrumente durch die Wahl ihrer äusseren Stützpunkte; dieselben
sind bei dem ersteren unterhalb der Knie der Kreissenden, bei dem
letzteren an den Trochanteren und Sitzbeinen derselben, offenbar viel
zweckmässiger, gewählt. Neben den zahlreichen Kephalotriben fanden
sich mehrere Modificationen von Van Huevel’s „forceps-scie , näm
lich die Anbringung einer doppelten Kettensäge durch Collin und die
Combination eines Kephalotribe mit einer „forceps-scic“ durch Ma
thieu.
IX. Apparate für Knoehenbrüehe und Verrenkungen. Zum
Gebrauch fertig präparirte Gypsbinden, in Blechbüchsen verpackt, wa
ren von Schorer in Lübeck, eine Maschine zum Imprägniren der Bin
den mit Gyps, eine Modification der van de. Loo’sehen, von Wy-
wodzew (Russland), Drahtschienen aller Art für die verschiedensten
Körpertheile in grosser Auswahl von Mulatier-Silvant in Lyon aus
gestellt. — Reductoren zur Einrenkung veralteter Luxationen, zum
Ersätze des Flaschenzuges oder anderer mechanischer Extensionsvor
richtungen fanden sich von Mathieu und Robert und Robert &
Collin in verschiedenen Constructionen vor; auch für die bekannte
Zange zur Reposition von Fingerluxationen gab es wieder eine neue
Modification.
X. Operationstische, Geburts-, Krankenstühle und -Bet
ten, Kinderwiegen und -Wagen, Apparate zu Zimmerbädern
und zur Zimmergymnastik. Operationstische fanden sich in den
meisten Abtheilnngen, bemerkenswerth war der von Paz (Frankreich);
unter den Geburtsbetten ein tragbares von Cavelli in Faenza; Kranken
betten, namentlich zur Behandlung von Kranken mit Deculeitus, oder
zur Verhütung eines solchen, zum Theil mit Hebevorrichtung verbun-