MAK

Full text: Musikalische Instrumente, Wiener Weltausstellung Heft 12

660 Gruppe XV. Musikalische Instrumente. 
3. Ant, Palmieri inForli für seine guten Musikmetallinstrumente. 
4. Brizzi & Nicolai in Florenz, für ihre guten Flöten aller Art 
nach dem System Böhm. 
Glocken und Geläute. 
Es wurde zuerkannt die Fortschrittsmedaille: 
De Poli Fratelli in Treviso für fünf grosse Glocken ohne Ge 
läute von ausgezeichnetem Gusse und Ton. 
Die Verdienstmedaille: 
Cavadini Figlio in Verona für neun Glocken, schön und rein 
im Gusse und von gutem Tone. 
Spanien. Eomero aus Madrid, welcher eine Ebenholzelarinette 
nach dem System Böh m und theilweise eignerConstructionausgestellt 
hatte, erhielt die Verdienstmedaille. ■ 
Türkei. Eine Collectivausstellung hatte viele Cinellen ausgestellt, 
welche bis dato in rauschendem Tone weder von chinesischen noch von 
denen des 0. F. C e r v e n y erreicht werden. Wenn auch die türkischen 
Cinellen die Haltbarkeit nicht immer verbürgen, wurden sie doch mit 
der Verdienstmedaille ausgezeichnet. 
Frankreich. Die Franzosen hatten sich nur durch drei Firmen 
bei der Ausstellung hetheiligt, ohschon Paris eine grosse Zahl hätte 
vorführen können. Denn schon damals war die Pariser Waare weit 
über die Grenze hinaus verbreitet, als in Oesterreich erst der Aufschwung 
dieser Industrie begann. 
1. In erster Reihe wurde P. Goumas & Co. in Paris, welcher 
Clarinetten und Flöten aller Art der vorzüglichsten Gattung nach dem 
System Böhm und Saxophons aus Metall der elegantesten Arbeit aus 
stellte, die Fortschrittsmedaille zugesprochen. 
2. Joh. Thibouville & Co. in Paris wurden für ihre sehr guten 
Flöten, Clarinetten und Saiten nebst guten Metallblasinstrumenten durch 
die Fortschrittsmedaille belohnt. 
3. Gautrot ainee & Co. in Paris erhielten ebenfalls die Fort 
schrittsmedaille für ihre grossartige Fabrikation von Metall-, Holz- Streich - 
und Schlaginstrumenten, die hei billigen Preisen sehr gute Dienste leisten 
und in zahlreichen Exemplaren jedes Jahr nach dem Auslande wandern. 
Neue Erfindungen sind nicht zu verzeichnen, denn alles, was sich 
auf die neuen Einrichtungen der Metallblasinstrumente bezieht, ist 
bereits von Cerveny und Sax in früheren Jahren vorgeführt und von 
den Franzosen nur nachgeahmt worden. 
Es darf hier die Art und Weise nicht unerwähnt bleiben, wie die 
deutschen, französischen und italienischen Saiten geprüft wurden.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.