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Full text: Musikalische Instrumente, Wiener Weltausstellung Heft 12

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Section I. Tasteninstrumente. 
lung behauptete dieselbe ihre Stellung und vertrat die Pianofortebau 
kunst der Hauptstadt Bayerns in rühmenswerthester Weise. Der von ihr 
ausgestellte kreuzsaitige Flügel im Palissanderholzkasten mit Stoss- 
zungenmecbanik (Preis 1800Rmk.) bekundete feinen Sinn und Geschmack, 
er bezeugte auch, dass L. Ehret mit den neuesten amerikanischen 
und deutschen Errungenschaften im Pianofortebau vollständig ver 
traut sei. 
23. Aus Neustadt an der Orla (Grossh. Weimar): F. Baumbach, 
schöner Filz und gute Stoffe zur Verwendung im Pianofortebau. 
24. Aus Naumburg: Haehnel & Sohn, eine besonders in Thüringen 
sehr geschätzte Fabrik, welche ganz vortreffliche Pianofortes in Tafel 
form geliefert hat. Das Ausstellungsinstrument war ein preiswürdiger 
kreuzsaitiger Concertflügel im Palissanderholzkasten zu 1650 Rmk. 
25. Aus Stuttgart: Fr. Dörner, dessen kreuzsaitiger Flügel im 
Palissanderholzkasten mit Stosszungenmechanik und Auslösungsverbes 
serung zu 2880 Rmk., dessen kreuzsaitiges Pianino im Palissanderholz 
kasten zu 960 Rmk. und dessen kleineres kreuzsaitiges Pianino zu 855 
Rmk. sich als solide, tüchtige Fabrikate erwiesen. 
26. Aus Stuttgart: Cbr. Oehler, welcher zwei Pianinos imPreise 
von je 900 Rmk.; a. ein hohes schwarzes, geradsaitiges, b. ein kleineres 
kreuzsaitiges im Palissanderholzkasten, und ein kleineres geradsaitiges 
Pianino zu 750 Rmk. ausgestellt hatte. Bauart gut, Ton fast zu hell, 
Spielart angemessen. 
27. Aus Stuttgart: Hermann Wagner, dessen Pianinos weichen, 
grossen, edlen Ton besitzen. Ein mittleres kreuzsaitiges Pianino in 
schwarzem Holze war mit Zachariae’s Kunstpedal versehen. Das 
selbe war ebenso gut gearbeitet, wie ein anderes kreuzsaitiges Pianino. 
Die Preise des Fabrikanten scheinen für derartige Instrumente zwischen 
1200 und 1800 Rmk. zu stehen. 
28. Aus Stuttgart: W. Goebel, ein kleines kreuzsaitiges Pianino 
mit Eisenrahmen nach Art der amerikanischen Construetion. Dasselbe 
war im Palissanderholzkasten aufgestellt und kostete 900 Rmk. 
29. Aus Stuttgart: Schönleber, Keppler & Co., zwei preiswür 
dige Instrumente; a. ein kleines geradseitiges Pianino im Palissander 
holzkasten (1080 Rmk.), b. ein tafelförmiges Pianoforte (780 Rmk.). 
30. Aus Stuttgart: G. & E. Kanhäuser, ein mittleres geradsaiti 
ges Pianino in schwarzem Holze mit Eisenrahmen zu 300 Gulden. 
Gute Arbeit. 
31. Aus Wesel: Gerhard Adam, ein kreuzsaitiger Concertflügel 
zu 1800 Rmk., ein kleines kreuzsaitiges Pianino zu 900 Rmk. und ein 
kleines schrägsaitiges Pianino zu 840 Rmk. waren hinsichtlich der 
Tischlerarbeit sehr gut gerathen. In Bezug auf die Qualität des Tones 
macht die heutige Zeit höhere Ansprüche. 
32. Aus Zeitz: Holling & Spangenberg, eine sehr productive
	        
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