MAK

Full text: Musikalische Instrumente, Wiener Weltausstellung Heft 12

Section I. Tasteninstrumente. 
619 
ser Hinsicht die Erbauer dem System der älteren Schule huldigen. 
Verkaufspreis 6900 Rink. 
Steinmeyer & Co. in Oettingen (in Bayern) für eine im gothi- 
schen Stile gehaltene Orgel mit hölzernem Unterbau und mit braunem, 
reich in Gold verziertem Gehäuse nach einer Zeichnung des Oberbau- 
rathesSchmidt. Das sehr solid gearbeitete gut arrangirte Werk hat 
21 klingende Stimmen, welche auf zwei Manuale und ein Pedal vertheilt 
sind. 
I. Manual. 
1. Principal 8 Fuss 
2. Gamba 8 „ 
3. Gedackt 8 „ 
4. Trompete .... 8 „ 
5. Bourdon 16 „ 
6. Traversflöte .... 4 „ 
7. Octav 4 „ 
8. Octav 2 n 
9. Mixtur 2*/, „ 
vierfach 
in. 
17. Subbass . . 
18. Violon . . 
19. Posaune 
20. Octavbass . 
21. Violoncello 
II. Manual. 
10. Geigenprincipal . . 
11. Dolce 
12. Aeoline . . . . . 
13. Tibia 
14. Fugara . . . . 
15. Clarinette . . . 
16. Flautina .... 
Pedal. 
... 16 
... 16 
... 16 
... 8 
... 8 
Fuss 
n 
n 
n 
» 
8 
8 
8 
8 
4 
8 
2 
Fuss 
n 
r) 
n 
n 
» 
51 
Das leicht zu regierende, mit schöner Spielart verseheneWerk hat 
21 Stimmen und 1150Pfeifen, eine Manualkoppel, eine Pedalkoppel, drei 
Collectivzüge, Windladen, Kegellade mit Winkelmechanik aus Messing. 
Das Gebläse besteht aus einem Magazinbalge mit drei Schöpfern, welche 
mittelst eines Schwungrades in Bewegung gesetzt, werden. Die Ein 
richtung der Windzuführung ist so bequem, dass eine Person hinreicht, 
um mit geringer Anstrengung den Wind für das ganze .Werk zu 
schöpfen. Das hier in den Hauptzügen beschriebene Werk zeichnet 
sich noch besonders durch weise Oekonomie in der Anordnung des 
Pfeifenwerkes aus, dessen Arrangement mit Rücksicht auf die Kirche in 
der Brigittenau zu Wien getroffen wurde. Trotz des knapp zugemessenen 
Raumes hat der Meister ein vortreffliches Werk hergestellt, welches 
leicht gestimmt und in Folge der bequemen Einrichtung auch ohne 
Schwierigkeit reparirt werden kann. 
Ausserdem ist zu erwähnen, dass Steinmeyer & Co. auch mit 
zwei Harmoniums die Ausstellung beschickt hatten , von welchen das 
eine im Preise von 570 Rmk. mit 5 Octaven, 3 Spielen, 10 Registern, 
das andere imPreise von 270 Rmk. mit 5 (Jctaven, 1 Spiel, 3 Registern 
versehen war.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.