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Full text: Metall-Industrie, Wiener Weltausstellung Heft 15

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Gruppe VII. Metall-Industrie. 
schiff dem Feuer zu nahe gesetzt; ferner zwei kleinere Herde ohne 
Wasserschiff, einer davon mit emaillirten Platten seitlich, der andere 
mit Blech unausgefüttert. — H. Meller: eine grosse Zahl kleiner 
flacher Familienherde ohne Wasserschiff (80 bis 100 fl.), auf hölzei-nen 
gedrehten Füssen. Jos. KazJy: einen kleinen Herd mit Aufsatz, zwei 
Backöfen darin, das Wasserschiff darüber, mit emaillirten Plättchen 
bekleidet..— Fr. Zinsberger: einen flachen Herd. 
Aus dem übrigen Oesterreich war eingesendet worden von: Ant. 
Köllersperger in Innsbruck: ein glatter Restaurationsherd für 120 
Personen (650 fl.), Feuer in der Mitte mit Zugang auf zwei entgegen 
gesetzten Seiten, rechts und links je zwei Backöfen über einander-, die 
auch durchgehen nach beiden Seiten; je auf der Seite eines oberen 
Backofens ein Wasserschiff, unter dem letzteren eine verschliessbare 
Wannstellöffnung. — Jos. Haltmeier in Bi-egenz: ein grosser Herd 
(480 fl.) von ähnlicher Einrichtung wie der vorhergehende; durchge 
hender von zwei Seiten zu bedienender Feuei-herd, vier Backöfen, zwei 
Wasserschiffe, ganz symmetrisch nach zwei Seiten gebaut; ohne Zweifel 
eine recht zweckmässige Bauart. — Fr. Zöllner in Engelsberg: ein 
einfacher flacher Herd. — Der Direction der Hüttenwerke des Erzher 
zogs Albrecht in Tesehen: einige ganz gusseiserne Herde, einer 
davon mit Aufsatz, zwei Backöfen darin, darüber das Wasserschiff; 
dann zwei Tischherde mit einem Backofen, ohne Wasserschiff. Ferner 
drei amerikanische Kochöfen, wovon einer sehr niedrig durch Zurück 
schlagen zweier Thüren vor dem stehenden Rost zugleich als Kamin 
ofen dienen kann. — Aus Ungai-n waren von J. Csikös in Szegedin, 
M. Zombory ebendaselbst, und J. Knauer in Klausenburg fünfHerde 
eingesendet worden, soweit zweckmässig mit Ausfütterung und Wasser- 
schiff, aber im Guss und in der Blecharbeit sehr roh, wofür sich bei 
uns kaum Abnehmer finden würden. 
Vergleicht man die deutschen und österreichischen Kochherde 
unter einander, so findet man, dass die deutschen Familienherde im 
Allgemeinen entschieden zweckmässiger eingerichtet sind und auch 
billiger stehen, wie die österreichischen respective die in Wien fabri- 
cirten, die fast allein in Betracht kommen. Die deutschen Herde be 
sitzen alle ein Wasserschiff und sind, soweit sie Tischform haben, alle 
ausgefüttert; nur die ältere doch immer mehr in Abgang kommende 
Form des Aufsatzherdes wird noch rein in Eisen hergestellt. Bei den 
österreichischen Herden hingegen fehlt wiederholt das Wasserschiff und 
die Ausfütterung. Was die Restaurationsherde anlangt, so sind die 
Wiener Fabrikate zumeist luxuriös hergerichtet, sie haben das ge 
meinsam, dass sie einen Aufsatz besitzen, während die deutschen Herde 
auch in diesem Falle fast nur in Tischform hergestellt werden. Letztere 
giebt mehr Stellfläche für die Töpfe, ist übersichtlicher und compacter, 
besonders auch das Wasserschiff bequemer anzubringen und zugäng-
	        
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