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MAK

Full text : Metall-Industrie, Wiener Weltausstellung Heft 15

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Section  II.  Eisen-  und  Stalüwaaren.
Niederlande.  J.  F.  Hunck  &  Sohn  in  Amsterdam:  zwei  Herde,
ganz  in  Eisen  ohne  Ausmauerung,  breit  und  wenig  tief,  der  eine  kleinere
Herd  ohne  Wasserschiff;  die  Feuerung  stellt  einen  vertieften  conischen
Kessel  aus  Guss  dar  mit  grossem  Fassungsraum.  Beim  kleineren  Herd
ist  die  Feuerung  zur  Seite,  ein  grosser  Backofen  ist  vorhanden,  das
Feuer  zieht  unter  der  ganzen  benutzbaren  Herdplatte,  in  der  drei
Löcher  sind,  hin.  Der  grössere  Herd  hat  Feuerung  in  der  Mitte,  rechts
ein  Backofen,  links  eine  ebenso  grosse  Oeffnung,  in  welcher  das  herausnehmbare ­
  Wasserschiff  steht;  da  dies  vom  Feuer  nicht  direct  getroffen
wird,  so  kann  das  Wasser  darin  nicht  viel  Hitze  aufnehmen.  Diese
Herdconstructionen  würden  bei  uns  keine  Freunde  finden.
Schweden.  J.  &  C.G.Bolinder  in  Stockholm:  sechs  kleine  Herde
ganz  in  Guss,  ohne  jede  Ausfütterung,  zum  Aufstelllen  auf  einen  gemauerten ­
  Untersatz;  einer  davon  ohne  Wasserschiff.  Bei  den  anderen
hängt  das  Wasserschiff  neben  einer  vom  Feuer  getroffenen  Gussplatte,
deren  Wärme  es  aufnimmt;  ferner  noch  ein  grösserer  Herd,  bis  zum
Boden  herabgehend,  mit  Kupferschiff.
England.  Pascall,  Atkey  &  Sohn  in  Cowes:  ein  kleiner
transportabler  Kochapparat  aus  verzinktem  Eisen  mit  Kupferkochtöpfen ­
  und  offener  Rostfeuerung.  Eine  ganz  nette  compacte  Anordnung. ­

Amerika.  Amerika  sandte  drei  kleine  in  der  technischen  Ausführung ­
  vortreffliche,  in  der  Construction  originelle  Familienkochherde,
ganz  in  Guss;  dieselben  sind  sehr  niedrig  (68  bis  72  cm),  stehen  auf
20  cm  hohen  Füssen,  und  besitzen  bloss  eine  Etage.
W.  Resor&Co.  in  Cincinnati:  ein  Herd,  Monitor  genannt,  ganz
aus  Eisen,  ohne  Ausfütterung,  fein  geschliffen;  hat  einen  gegen  den
grossen  Backofen  hin  mit  dicken  gusseisernen  Rippenstücken  besetzten
Feuerkasten,  seitlich  nach  aussen  ist  eine  verschiebbare  Thür  angebracht, ­
  so  dass  an  der  glühenden  Feuerherdwand  geröstet  werden
kann.  Hinten  eine  emaillirtes  Schiff;  neben  demselben  noch  ein  Kupferkasten ­
  zum  Warmstellen.  Letzterer  wie  der  Backofen  haben  doppelte
Zugangsthüren  von  entgegengesetzten  Seiten.  —  Barstow-Stove  &  Co.
in  Providence:  zwei  Herde  in  Rohguss  mit  ausgemauerter  Feuerung,
im  Uebrigen  ohne  Ausfütterung.  Der  eine  Herd  hat  hinten  ein  Blechwasserschiff ­
  mit  glattem  gusseisernen  Deckel,  der  andere  ist  ohne  ein
solches.  Dann  noch  Backofen  und  Warmstellraum;  bei  dem  einen  Herd
sind  auch  hier  diese  beiden  Räume  von  zwei  Seiten  zugänglich.  —
Wir  erwähnen  bei  dieser  Gelegenheit  noch  eines  für  die  Montirung
resp.  die  Verbindung  der  Herde  und  Oefen  mit  dem  Kamin  nothwendigen
  Hilfsmittels,  welches  in  einer  recht  zweckmässigen  Ausführung
Wiener  Weltausstellung.  HI.  2.  21
            
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