340 Gruppe VII. Metall-Industrie.
Rohmaterialien zu Tafelservieen, doch standen ihre Erzeugnisse denen
der vorgenannten Firma etwas nach. Yorzüglich dagegen waren die
der altbekannten Firma Shaw & Fischerin Sheffield, welche den
Ruf Englands in diesem Artikel aufs Neue bestätigte.
Bleifabrikate haben wir im Vorstehenden schon mehrere Male
erwähnt. Wir fanden solche.bei Laveissiere, Monduit-Bechet
& Co., Stroof, Conr. Sachs und Anderen und schliessen hier Ro-
chas Santos & Moreira in Porto mit vortrefflichen Bleiröhren für
Wasserleitungen, J. Rainer in Klagenfurt und Antonio Mo ritsch
in Padua mit Schroten, J. G. Hui smaus in Leer (Hannover) mit fei
neren Sorten, sowie Haendler&Natermann in Münden (Hanno
ver) mit Walzblei, Bleiröhren, Schrot und Bleiapparaten für chemische
Zwecke an.
Einen besonders guten Ruf haben die Bleiplatten, Bleiröhre und
verbleiten Eisenbleche von Gr. Winiwarter in Gumpoldskirchen zu
Dachbedeckungen und anderen Bauarbeiten erlangt.
Als sehr bedeutend (Jahresproduction 34 000 Ctr. Blei) erwähnen
wir der Bleiberger Bergwerks-Union bei Villach, obgleich
deren schon im Bericht über Gruppe I. gedacht wurde. Die reichhal
tigen Serien von Röhren, Draht, Platten, Projectilen und anderen la-
brikaten aus Blei dürfen jedoch hier, wohin sie eigentlich gehören,
nicht mit Stillschweigen übergangen werden.
Zinkfabrikate. Seit einer Reihe von Jahren hat die Verwen
dung des Zinkes theils zu Gusswaaren, theils zu aus Blech verfertigten
Gegenständen sehr bedeutend zugenommen. In der That hat dieses
Metall durch seine leichte Schmelzbarkeit und seine Dehnbarkeit bei
gewisser, nicht sehr hoher Temperatur wesentliche Vortheile dem Eisen
und Kupfer gegenüber, ebenso ist es wegen seiner grösseren Leichtig
keit und Festigkeit dem Blei in vielen Fällen vorzuziehen. Zu Dach
bedeckungen wird kaum noch Blei verwendet und für grössere Ge-
fässe, welche keine Säuren aufnehmen sollen, ist das Zinkblech vortreff
lich geeignet. Besonders brauchbar ist das Metall aber erst geworden,
seit man es gut zu giessen und als Blech in Formen zu drücken ge
lernt hat. Wir finden es dadurch einerseits als Material für imitirten
Bronzeguss, andererseits zu gepressten Bauverzierungen und anderen
Reliefornamenten verwendet.
Das Giessen geschieht meist oder fast immer in zerlegbaren Mes*
singformen. Ist die Form gefüllt und beginnt das Metall zu erstarren,
so stösst man die obere Kruste durch und giesst das noch flüssige
Innere aus. Man kann so eine sehr dünne Kruste erhalten, welche be
deutende Ersparniss an Metall gestattet. Da die Messingformen sehr
sauber ausgeführt sind, so bedürfen die fertigen Stücke wenig Nach-