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Section IV. Waaren aus anderen Metallen etc.
helfens, und das Zusammensetzen der einzelnen Theile kann mit ge
wöhnlichem Weichloth gesckeken. Die fertigen Gegenstände werden
dann fast immer galvanisch vermessingt, dann patimrt oder vergoldet
und versilbert. Bei sehr sauberer Ausführung und schönem Ansehen,
oft täuschend echten Bronzearbeiten ähnlich, haben diese Producte
ihres billigen Preises wegen einen vortrefflichen Markt.
Ursprünglich in Deutschland, beziehungsweise Berlin, angefangen,
hat doch in Frankreich, besonders der Kunstguss die höchste Stufe er
reicht. Die Gegenstände, welche hier vorgeführt wurden, zeichneten
sich nicht nur durch gute Formen, sondern auch durch sorgfältige Be
handlung des Aeusseren aus. Die Patinirung war fast immer vortreff
lich. Es sind vorzüglich Statuen, Statuetten, Büsten, Kannen, Schalen,
Leuchter u. s. w. nach der Antike, dann aber auch sehr mannigfaltige
Decorationsstücke, Tableaux mit todten Vögeln, Thiergruppen u. s. w.
Wir heben aus der grossen Zahl der französischen Aussteller,
welche derartiges gebracht hatten, hervor: Blot&Drouard, Sa
muel Oppenheimer, Garnier & Vandenberghe, Ranvier
& Co. und J. E. J. Lefevre, alle in Paris. Die wenigst schönsten
Producte sind die zahllosen, echt französischen Pendulen in allerdings
brillanter Vergoldung. Grosse gegossene Ornamente hatte L. Grados
ausgestellt. . ,
Mit getriebenen Zinkblecharbeiten hat Frankreich A. Oarbiet
aine und Delong Wwe. & Co. in Paris aufzuweisen.
Von Belgien hatte die Gesellschaft de la Vieille Montagne
in Lüttich einen hübschen Pavillon von Zinkblech mit gepressten Or
namenten im Parke vor der Rotunde aufgestellt, ausserdem in Gruppe I.
eine reiche Collection ihrer h abrikate.
Deutschland wies auf diesem Gebiete zwar zahlreiche Ausstellun
gen auf, zum grössten Th eil waren es aber Theile oder ganze Stucke
von Beleuchtungsgegenständen, welche weiter unten ihre Stelle finden
werden. n r
Hier seien E. G. Zimmermann in Hanau, A. Eastner, Ur. l,.
Th. Lange, H. Pohl & Co., die A c t i eng e se 11 s c haft für Gas-
und Wasseranlagen, Gaskronen und Zinkindustrie, vor
mals Schaefer & Hause hner, alle in Berlin, genannt.
Hübsche Schilder und Ornamente in gepresstem Zink hatte Emil
Deschler in Augsburg ausgestellt, in getriebenem Zink F.R. I eters
in Berlin eine' Statue und ein Mansardenfenster.
In
D o nne
schönen
der österreichischen Abtheilung haben wir das Zinkwalzwerk
rsmarkhütte bei Prziwos, bei Mährisch Ostrau, mit sehr
Zinkblechen und anderen Gegenständen aus diesem Metall zu