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Full text: Metall-Industrie, Wiener Weltausstellung Heft 15

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Section IV. Waaren aus anderen Metallen etc. 
ganz, liier und da ist farbige Lackirung angebracht. Die Mehrzahl der 
Gegenstände ist aus vergoldeter Bronze gefertigt, deren Färbung eine 
brillante genannt werden muss. Die schon öfters genannte Firma 
R. W. Winfield & Co., ferner Ratcliffe & Tyler, Charles J. 
Phillip, Will. Blews & Sons und Best & Lloyd, sämmtlich in Bir 
mingham, sind als die bedeutendsten Aussteller, deren Fabrikate sich 
durch geschmackvolle, fleissige Ausführung hervorthaten, zu bezeichnen. 
Neues in constructiver Hinsicht lag nicht vor, doch können wir uns 
nicht versagen, auf die Sauberkeit und Accuratesse, welche namentlich 
die einfachen, nicht ornamentirten, aus glatten Röhren bestehenden 
Kronleuchter zeigten, hinzuweisen. Hier kommt dem geschickten Ar 
beiter das vortreffliche Rohmaterial, die ausgezeichneten gezogenen 
Röhren, zu Gute. Interessant ist auch der Umstand, dass diese Stücke 
von den englischen Fabrikanten billiger geliefert werden können als 
dies deutsche Fabriken im Stande sind. 
Frankreich cultivirt neben der Herstellung von Gaslüstern und 
Leuchtern besonders die Salonlampe für Petroleum. Hier treten nun 
alle die echt französischen Capricen so recht selbstbewusst auf. Statuen, 
Monumente, Vasen, antik und modern, Alles wird benutzt, um oben 
darauf eine Lampe anzubringen. Man kann bei manchen Stücken die 
Lampe entfernen und einen Blumenstrauss an ihre Stelle setzen, oder 
den Untersatz an und für sich als Vase oder Statuette auf einen Tisch 
oder Kamin zur Verzierung stellen. 
Hier kann man die Frage aufwerfen, ob die Kunstindustrie so 
weit gehen darf, ob wirklich bei einem solchen Stück die Lampe Neben 
sache, der Fuss Hauptsache werden darf? 
Abgesehen von der Berechtigung dieser Richtung wird technisch 
und formell Eminentes geleistet. Besonders ausgezeichnet sind die 
Geräthe aus Messing, brillanter allerdings die zahllosen, bei denen die 
Hauptsache vergoldete Bronze ist. 
Mit solchen Messingarbeiten, besonders Armleuchtern von vortreff 
licher Form, dann reizenden Handleuchtern, haben wir nochmals 
Gagneau freres und Henri Perrot zu nennen. Grosse Arbeiten 
haben wir oben schon erwähnt (Deniere). 
Aus der sehr grossen Zahl der übrigen Aussteller (denn fast alle, 
welche Bronzearbeiten ausstellten, hatten auch Beleuchtungsgegenstände 
dabei) wollen wir nur Schlossmacher & fils, Lacarriere freres, 
Delatour & Co., Chabrie & Jean und Ernest Royer, alle in Paris, 
nennnen. 
Weit schöner und geschmackvoller als die Tischlampen sind ein 
zelne Lüster, Hängelampen und dergleichen. Solche hatte in mauri 
schem Stil, mit den emaillirten Gläsern von Brocard, die Träger von 
vergoldeter Bronze, Victor Paillard ausgestellt, andere Jules Graux,
	        
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