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Gruppe VII. Metall - Industrie.
Kupfer; Gerhardi & Co. geben an, dass sie 1871 verarbeitet haben:
400 Centner Zinn, 15 Centner Antimon, 15 Centner Kupfer) schmilzt
und sich bearbeiten lässt, lassen sich oberflächliche Verzierungen hübsch
und billig durch den Guss und durch Pressen herstellen, die den graviitcn
und ciselirten ähnlich sehen. So kommt es, dass die versilberte
Britanniawaare viel billiger steht, als die Neusilberwaare, allerdings
nutzt sie sich auch viel leichter ab und muss sie besonders vor der
Einwirkung starker Hitze, z. B. eines heissen Herdes, gehütet werden,
da dabei die Masse unfehlbar abschmilzt.
Dass die galvanische Versilberung, so solid dieselbe auch ausgefuhrt
wird, gleichwohl das alte Verfahren der Plattirung noch nicht
völlig verdrängt hat, davon lieferte die Ausstellung der Esslinger
Actien-Plaque-Fabrik den Beweis. Ihre Fabrikate sind billiger,
als die galvanisch versilberten Neusilberwaaren, aber auch viel weniger
dauerhaft und haben den besonderen Nachtheil, dass nach Abnutzung
f es Silbers die rothe Kupferfläche unschön hervortritt und eine spätere
galvanische Versilberung wegen der Dünne des Blechs, das den Druck
des Polirstahls nicht aushält, nicht gut ausführbar ist.
In Italien begegneten wir noch einem Aussteller von versilberten
Tischgeräthen: A. Giacche in Mailand.
Der massive galvanische Niederschlag in Silber wird neuerdings
auch mehrfach gepflegt und scheint für die echte Orfevrerie einige
Zukunft zu haben. So begegneten wir in der holländischen Abteilung
einer Kanne oder Krug von J. M. van Kempen im Haag, deren Herstellung
in einem Stück als ein galvanoplastisches Kunststück bezeichnet
werden kann. Dieselbe erweiterte sich ein wenig conisch nach
oben, hatte einen engen Hals und Henkel, war im Uebrigen aussen
glatt und polirt, ohne sich durch besondere künstlerische Form auszuzeichnen.
^ Von deutschen Ausstellern wurden uns D. Vo 11gold
& Sohn in Berlin genannt als in dieser Richtung sehr thätig. Ciselirte
Stucke, Figuren sollen von dieser Firma sofort ohne weitere Nacharbeitung
fertig massiv in Silber durch Niederschlag hergestellt werden,
bei Platten und dergleichen soll die Rückseite mit einer Decke
von geringergrädigem Silber belegt und durch Zusammenlöthen damit
verbunden sein, wodurch ausser Zeitersparniss eine angemessene Verstärkung
erzielt wird und die Methode der Herstellung vollständig
verhüllt. Massive Niederschläge aus Silber auf nicht metallische
f ormen herzustellen, hat eigentümliche Schwierigkeiten, da das Silber
aus seiner Cyankaliumlösung sich auf Graphit schlecht ausscbeidet.
Man ist gezwungen, entweder zuvor einen dünnen galvanischen Ueberzug
von Kupfer zu bilden, den man später wieder ablöst, oder die
I orm durch Abscheidung von Schwefelsilber leitend zu machen.
Was die galvanische Vergoldung anlangt, so ist dieselbe in dauern-