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Gruppe VH. Metall-Industrie.
durch eine besondere Vorrichtung das jedesmalige Oeffhen des Schlosses
registrirt wird, so dass man sehen kann, oh dasselbe innerhalb einer
gewissen Zeit geöffnet wurde.
Ferner Jean Baptiste Haffner in Paris mit eisernen Koffern
und Kofferschlössern, und Pierre Haffner in Paris, dessen Fabrik sich
jedoch in Saargemünd befindet. (Schott.) Die zweckmässigen billigen
Schlösser, in denen ein enormer Umsatz stattfindet, seine gestanzten
Arbeiten und sein schmiedbarer Guss, von welchem sehr viel in Deutsch
land weiter verarbeitet wird (Nähmaschinentheile), zeugen von der
grossen Bedeutung der Firma.
In Deutschland excelliren S. J. Arnheim in Berlin, welcher die
Industrie der eisernen Schränke ins Leben gerufen hat, H. Meinecke
in Breslau, Georg Heise in Landshut, C. Hermann in Nürnberg.
Im Ganzen hatten 30 Aussteller derartige Arbeiten geliefert, doch steht
unser Land mit dieser Production nicht mehr anderen Ländern voran.
Zu bedauern ist in erster Linie, dass diese so kostbaren Möbel, die doch
auch zuweilen in eleganten Zimmern Platz finden und soviel gute
Gelegenheit zur Verzierung bieten, sich immernoch mit dem einfachen
Lackanstrich in Holzimitation begnügen, oft durch plumpe schreiende
Goldverzierungen entstellt werden und höchstens im Innern hier und
da einen bescheidenen Anfang zeigen, die glatten Flächen durch
Aetzung oder Gravirung zu verschönern. Nur eine einzige Arbeit
macht in dieser Beziehung eine Ausnahme, das ist der in der Rotunde
aufgestellte Schrank von F. Wertheim in Wien mit den Ornamenten
von Bätsche. Es ist ein wahres Prachtmusterstück der verschiedenen
Techniken des Eisens. „So giebt es hier Theile, die geschmiedet und
gehämmert, andere, die geätzt, in Stahl geschnitten, in Gold und Silber
tauschirt sind. Das Alles macht einen prächtigen, höchst sachgemässen
und harmonischen Eindruck. Nur einen grossen Fehler zeigt die
Arbeit, der glücklicherweise zu bessern ist. Aller figürliche Schmuck —
und er ist sehr reich — steht in Zeichnung, Modellirung und Ausfüh
rung in gar keiner Weise auf der Höhe der Ornamente und der Inten
tion dieses Werkes. Unseres Erachtens müsste er gänzlich erneuert
werden, soll die Arbeit als Cabinetstück, und darauf ist sie doch an
gelegt, bleibenden Werth behalten. Aber auch so ist der Vorgang
mit dieser Gasse in seinem Zurückgreifen auf die alten Künste ein sehr
beachtenswerther, dem wir Nachfolge wünschen.“ (Falke.)
Diese Worte enthalten die Richtschnur für künftige Arbeiten
dieser Art in so klarer Weise, dass wir uns verpflichtet hielten, sie
hier zu citiren. In technischer Hinsicht lassen die Wertheim’schen,
sowie auch die Schränke und ganzen Zimmer von Wiese & Co. und
Friedrich Wiese in Wien nichts zu wünschen übrig.
Sehr zahlreich waren kleine Haushaltungsmaschinen zu den ver
schiedensten Zwecken vorhanden. Die Vorrichtungen zum Flaschen-