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Full text : Metall-Industrie, Wiener Weltausstellung Heft 15

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Gruppe  VII.  Metall  -  Industrie.
Mill.  jährlich.  In  Altena  wurden  1862  circa  160  Mill.  Nadeln  zu
^65  000  Rmk.  Werth  erzeugt,  an  Stecknadeln  und  ähnlichen  600  Ctr.
zu  27  000  Rmk.  Werth.  1864  betrug  die  Production  165  Mill.  Nadeln
und  600  Ctr.  Stecknadeln  und  Spangen  im  Werth  von  285  000  und
34  500  Rmk.
Die  Stecknadelfabrikation  in  Iserlohn  wurde  1720  von  Caspar
Dietrich  Piepenstock  aus  Naumburg  eingeführt,  und  beschäftigte
1796  schon  200  Arbeiter.  Der  Name  Piepenstock  ist  für  die  Geschichte ­
  der  westfälischen  Industrie  von  grösstem  Interesse.
Gehen  wir  nach  diesen  kurzen  historischen  Notizen  über  die
deutsche  Fabrikation  daran,  nachzusehen,  was  die  Wiener  Weltausstellung ­
  bietet,  so  kommen  wir  zunächst  in  der  englischen  Abtheilung ­
  zur  Erwähnung  der  Firmen  H.  Milward  &  Sons,  W.  Woodfield
  &  Sons  in  Redditch  mit  Nähnadeln,  Hayes,  Crossley  &  Co.
in  London  und  Alcester  mit  Nadeln,  welche  über  dem  (lehr  eine  zweite
Zrrspitzung  hatten,  sowie  D.  F.  Taylor  &  Co.  in  Birmingham  mit
sehr  guten  Stecknadeln.  Letztere  Firma  hatte  auch  eine  sehr  ingeniöse
Maschine  zum  Aufstecken  der  Stecknadeln  auf  Papier  in  Thätigkeit.
Belgien  brachte  die  Ausstellung  der  Fabrik  von  Lurmann
&  Letellier  in  Molenbeck,  St.  Jean,  mit  ganz  guten  Fabrikaten.
In  der  schwedischen  Abtheilung  hatten  Westerberg’s  Erben
in  Gusumsbruk,  Söderköping,  gute  Stecknadeln  ausgestellt.
Die  deutsche  Fabrikation  war  mit  14  Ausstellern  nur  spärlich  vertreten. ­
  Die  bedeutendste  Firma  ist  wohl  die  uralte,  schon  erwähnte
Philipp  Heinrich  Pastor  Söhne  in  Burtscheid.  Die  Fabrik  beschäftigt ­
  137  Arbeiter  und  circa  63  Kinder.  Diesen  zunächst  steht  Leo
Lammertz  in  Aachen  mit  besonders  schön  gearbeiteten  Nähmaschinennadeln. ­
  Die  Firma  concurrirt  mit  bestem  Erfolg  mit  England  und
Amerika  und  fabricirt  für  ungefähr  220  verschiedene  Nähmaschinensysteme. ­
  Sie  beschäftigt  462  Arbeiter  und  zwei  Dampfmaschinen  von
36  Pferdekräften  und  lieferte  1871  circa  157 x / 2  Mill.  Nadeln.  Wir
nennen  ferner  Jos.  Zimmermann  in  Aachen,  welcher  neben  Nähnadeln
auch  messingene  und  eiserne  Stecknadeln  ausgestellt  hatte.  Die  Fabrik ­
  producirte  1871  mit  225  Arbeitern  für  300  000  Rmk.  Waare.
Georg  Printz  &  Co.,  Commanditgesellschaft  in  Aachen,  batten ­
  mittlere  und  ordinäre  Qualitäten  in  guter  Waare  gebracht.  H.  Ahl
in  Hof  stellte  gute  Strumpfwirkernadeln  aus,  Staedtler  &  Uhl  in
Schwabach  ordinäre  Qualitäten  von  Nähnadeln,  welche  zwar  ziemlich
gut,  aber  den  norddeutschen  Fabrikaten  nachstehend  waren.  Die  Fabrik ­
  hat  sich  durch  Einführung  verbesserter  Maschinen  sehr  gehoben
und  verarbeitete  1871  für  28  000  fl.  Rohmaterial  zu  einer  Production
von  100  000  fl.  Endlich  nennen  wir  noch  die  Thüringer  Fabrik  von
Wolff  &  Knippenberg  in  Ichtershausen,  welche  ordinäre  und  mittlere ­
  Qualitäten  in  recht  guter  Waare  ausgestellt  hatte.
            
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