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Full text : Metall-Industrie, Wiener Weltausstellung Heft 15

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Section  II.  Eisen-  und  Stahlwaaren.
Aus  Frankreich  hatten  sich  sieben  Aussteller  in  Oefen  eingefunden, ­
  deren  Fabrikate  alle  einen  gewissen  übereinstimmenden  Charakter
tragen,  insofern  dieselben  insgesammt  niedrig,  beiläufig  1  m  hoch,  sind
und  Mantelöfen  darstellen,  theils  als  Füllöfen,  theils  für  gewöhnliche
Heizung  eingerichtet.  .
Unter  den  Ausstellern  haben  wir  in  erster  Linie  E.  Boucher
&  Co.  in  Fuiney  (Ardennen)  namhaft  zu  machen.  Dieselben  hatten
lediglich  emaillirte  Oefen  gebracht,  von  reizender  Ausführung,  vortrefflich ­
  in  der  Technik  des  aufgetragenen  Glasflusses,  doch  nur  eintönig.
Die  den  eigentlichen  Ofen  umgebenden  Mäntel  sind  durchbrochen  gehalten, ­
  wodurch  die  Zeichnung  erhöht  zur  Wirkung  kommt.  Die  Oefen
sind  theils  vier-,  theils  achteckig.  Drei  derselben  hatten  schwarzemaillirten
  Mantel,  mit  viereckigem  Gnsscylinder,  das  Rauchrohr  aus  der
Mitte  des  Manteldeckels  hervortretend,  doch  auch  für  seitlichen  Austritt ­
  einzurichten.  Ferner  fanden  sich  vier  emaillirte  Kaminöfen  vor,
zwei  in  Schwarz,  einer  in  Bläulichgrau,  einer  in  Grünlich,  alle  von
verschiedener  Ausführung.  Auch  emaillirte  Ofengestelle  für  Schiffe  etc.
waren  vorgeführt.  Das  Werk  hatte  auch  vortrefflich  emaillirte  Thürund
  Fenstergriffe  ausgestellt,  in  Weiss  (Porcellan),  Gelblich  (Elfenbein)
und  Schwarz  (Ebenholz).  In  der  Kunst  Gusseisen  fein  und  in  verschiedenen ­
  Tönen  zu  emailliren,  dürfte  diese  Firma  gegenwärtig  wohl
den  ersten  Rang  einnehmen.  A.  Reveillac  in  Fans  hatte  drei  Füllöfen ­
  ausgestellt  mit  durchlochtem  Blechmantel,  einen  derselben  galvanisch ­
  verkupfert.  Der  eigentliche  innere  Ofen  stellt  einen  mit  zahlreichen ­
  5  cm  hohen,  3  cm  von  einander  abstehenden  Rippen  versehenen
Cylinder  dar.  Gefüllt  wird  von  oben.  Der  Rost  ist  beweglich,  um
die  Asche  zum  Durchfall  zu  bringen,  ein  hermetischer  Verschluss  nach
aussen  und  feinste  Zugregulirung  ist  dadurch  aber  nicht  möglich.
Das  Aussehen  der  Oefen  ist  übrigens  ein  sehr  feines.  —  Girandeau
&  Jalibert  in  Paris  hatten  vier  Blechmantelöfen  gebracht,  das  Blech
mit  einem  sehr  schönen,  schwarzen,  nur  den  französischen  Oefen  eigenthümlichen
  Firniss,  der  die  Hitze  gut  erträgt,  versehen.  Der  eigentliche ­
  Ofen  besteht  aus  einem  mit  Rippen  versehenen  Feuerkasten,  an
den  sich  ein  System  ab-  und  aufsteigender  Röhren  anschliesst.  Derartige ­
  innere  Oefen  waren  auch  allein  zur  Ansicht  gebracht.  Die  Ausführung ­
  erscheint  complicirt  bei  der  Kleinheit  dieser  Oefen  und  bei
der  verhältnissmässig  nur  geringen  Stärke,  die  das  Feuer  in  denselben
erlangen  kann.  Ferner  waren  noch  eine  Anzahl  Kamine,  vorspringend ­
  wie  Kaminöfen  zur  Ausstellung  gebracht,  mit  schwarzem,  marmorähnlichem ­
  Firniss.  -  Boutier  &  Co.  in  Lyon  stellten  eine  grössere
Zahl  hübsch  schwarz  lackirter  Blechmantelöfen  aus,  theils  für  gewöhnliche ­
  Heizung,  theils  für  Füllung  eingerichtet;  die  Mäntel  gehen  jedoch
bis  zum  Boden  herunter  und  gestatten  der  Zwischenluft  nur  eine  sehr
beschränkte  Bewegung,  so  dass  eine  starke  Strahlung  unausbleiblich
            
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