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Section II. Eisen- und Stahhvaaren.
mittelst eines ausserhalb des Feuers freistehenden Füllschaehts, wobei
die Ladung von oben oder von der Seite erfolgt (für jede Sorte und
Beschaffenheit Brennstoff). Am meisten ist bis jetzt das erste System
zur Ausführung gekommen, da dasselbe für die wichtigsten Brennstoffe
sich gut eignet und die einfachste Construction und billigsten Preise
ermöglicht. In den rein eisernen Schachten ist dabei die Verbrennung
auch eine sehr vollkommene, ohne freien Sauerstoff und ohne erhebliche
Mengen von Kohlenoxyd, ungeachtet die Gase durch eine hohe Schicht
glühenden Brennstoffs ziehen müssen. Es rührt dies daher, dass die
erst gebildete Kohlensäure zur Reduction zu Kohlenoxyd bei Koks ho
her Temperatur und grosser Mengen Wärme bedarf, welche nicht vor
handen sind, da die Wärme rasch nach aussen wandert (Bad. Gew.-
Zeitung 1870 bis 1871, Nro. 2). So erklärt sich auch der grosse
Nutzeffect dieser Füllöfen bei kleinen Dimensionen. Die Oefen werden
zuweilen im eigentlichen Feuerherd ausgemauert, um dem Glühend
werden des Eisens vorzubeugen. In Folge starken Glühens brennt das
Eisen bald durch, auch kann, wie Deville und Troost gezeigt ha
ben, KohlenoxjM in geringem Grade durehdiffundiren. Die Ausfütte
rung des Herdes bildet nun aber selbst die Ursache zur Entstehung
grosser Mengen Kohlenoxyd, wie Verfasser nach gewiesen hat (Badische
Gewerbezeitung 1870 bis 1871 Nro. 2). Es ist damit erstens ein
erheblicher Wärmeverlust verbunden und zweitens kann dann Kohlen
oxyd an den nicht ganz dichten Ofenverbindungen in um so grösserer
Menge durehdiffundiren. Die Maassregel bleibt also von zweifelhaf
tem Werth. Durch Schmiedeeisen diffundirt das Gas nicht; es ist dies
der Grund, warum einige Füllofencylinder aus diesem Stoff hergestellt
werden; das Schmiedeeisen ist aber dem Durchbrennen leicht unterworfen
und darum nicht allgemein empfehlenswerth. Sind Füllöfen richtig
gebaut und mit einer wirksamen Zugregulirung versehen, so ist es
im Allgemeinen durchaus nicht nothwendig, dass sie überhaupt ins
Glühen kommen, oder darin verharren, um den erforderlichen Betrag
Wärme zu liefern; sie dürfen nur nicht zu klein für die zu heizenden
Räume gewählt sein und diesem Umstande ist bei ihrer Anschaffung
vor Allem Rechnung zu tragen. Durch Angiessen hoher und zahlrei
cher Rippen rings um den Feuerkasten resp. Cylinder (einPrincip, das
der englische Gurney-Ofen 1867 in Paris zum ersten Male zeigte) ist
es übrigens möglich, das Erglühen desselben fast vollständig zu ver
meiden und findet man solche Ausführungen neuerdings auch bei vie
len Oefen vor. Die Wirkung dieser Rippen besteht darin, dass von der
glatten Fläche des Feuerkastens die Wärme rasch in dieselben einzieht
und in die Luft übergeht, welcher die Rippen eine weit grössere Be
rührungsfläche darbieten als der glatte Kasten.
Wienei- Weltausstellung. III. 2.
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